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Kosmos Heartfield

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KINDHEIT UND JUGEND

Hellmuth Herzfeld in Wiesbaden, um 1906
Hellmuth Herzfeld in Wiesbaden, um 1906
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Hellmuth Franz Josef Stolzenberg wurde am 19. Juni 1891 als Sohn von Franz Herzfeld und Alice Stolzenberg in Schmargendorf bei Berlin geboren. Den Namen Hellmuth Herzfeld, den er nach der Eheschließung seiner Eltern trug, änderte er 1916 in John Heartfield. Er wächst unter widrigen Umständen auf, denn seine Kindheit ist von Flucht und Verlust geprägt: Als sein Vater 1895 wegen „Gotteslästerung“ angeklagt wird, flieht die Familie in die Schweiz und im folgenden Jahr weiter nach Österreich. Hellmuth ist acht Jahre alt, als seine Eltern, der sozialistische Dichter Franz Held (eigentlich Franz Herzfeld) und seine Frau Alice Herzfeld, unter bis heute ungeklärten Umständen verschwinden. Sie lassen Hellmuth und seine jüngeren Geschwister Wieland, Hertha und Charlotte in einer Berghütte bei Aigen nahe Salzburg zurück. Die Kinder wachsen bei einer Pflegefamilie auf. Herzfeld absolviert zunächst eine Lehre im Buchhandel seines Onkels, entschließt sich aber bald, Künstler zu werden.

In einem Interview von 1967 spricht er über seinen frühen Werdegang:
Hellmuth Herzfeld in Wiesbaden, um 1906
Hellmuth Herzfeld in Wiesbaden, um 1906
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HEARTFIELD MONTIERT

Werbeanzeige für die "Grosz-Mappe" in Neue Jugend, 1917
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Im Ersten Weltkrieg gelingt es Hellmuth Herzfeld, durch Vortäuschen einer Nervenkrankheit ausgemustert zu werden. Eine Initialzündung für Heartfields weitere künstlerische Entwicklung ist die Begegnung mit George Grosz in Berlin 1914. Bald ändert er seinen Namen in John Heartfield, verbrennt seine Gemälde und „entdeckt“ gemeinsam mit George Grosz die Fotomontage als radikal-avantgardistische Ausdrucksform. Die beiden Freunde arbeiten gemeinsam und kombinieren ausgeschnittene Wort- und Bildelemente mit Zeichnungen von Grosz. Bald widmen sie sich politischen Themen: dem Kampf gegen Aufrüstung, Krieg und Ausbeutung sowie der fortschreitenden Rationalisierung, die als Bedrohung empfunden wird. Um ein breites Publikum zu erreichen, übernimmt Heartfield gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Herzfelde die Herausgabe der Neuen Jugend, einer Zeitung, die inhaltlich und typografisch neue Wege einschlägt und der Verbreitung von systemkritischen Texten und künstlerischen Ideen dient.
Werbeanzeige für die "Grosz-Mappe" in Neue Jugend, 1917
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DADA IST GROSS, UND JOHN HEARTFIELD IST SEIN PROPHET

John Heartfield und George Grosz auf der Ersten Internationalen Dada-Messe, Berlin, 1920. Im Hintergrund ist die Plastik "Elektromechan. Tatlin-Plastik: Der wildgewordene Spießer Heartfield" zu sehen
John Heartfield und George Grosz auf der Ersten Internationalen Dada-Messe, Berlin, 1920. Im Hintergrund ist die Plastik "Elektromechan. Tatlin-Plastik: Der wildgewordene Spießer Heartfield" zu sehen
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Im April 1920 gibt Heartfield zusammen mit George Grosz und Raoul Hausmann das Pamphlet Dada 3 heraus. Zwei Monate später initiieren „der Marschall“ George Grosz, „Monteurdada“ Heartfield und der „Dadasoph“ Raoul Hausmann in den Räumen des „Finanzdada“ Otto Burchard in Berlin die Erste Internationale Dada-Messe. Die Gruppenausstellung, an der unter anderem auch Hannah Höch, Max Ernst und Otto Dix beteiligt sind, ist als Absage an die bürgerliche Kultur und etablierte Kunstformen konzipiert. Heartfield ist mit Collagen und einer Skulptur vertreten. Die Schau ist ein dadaistisches Gesamtkunstwerk – eine dreidimensionale Montage, die sich von der Wand in den Raum erstreckt und darauf abzielt, das Publikum zu verwirren und zu verunsichern. Die harsche Kritik von allen Seiten – von der konservativen Deutschen Tageszeitung bis zur KPD-nahen Roten Fahne – wird als Ritterschlag empfunden.

Heartfield arbeitet in den 1920er-Jahren auch als Ausstatter für Inszenierungen von Max Reinhardt und Erwin Piscator. Er schafft Bühnenbilder, die den Zuschauerraum mit einbeziehen, verblüfft mit Projektionen und entwirft neben Kostümen auch sämtliche Werbematerialien: Plakate, Theaterprogramme und Werbezettel.
John Heartfield und George Grosz auf der Ersten Internationalen Dada-Messe, Berlin, 1920. Im Hintergrund ist die Plastik "Elektromechan. Tatlin-Plastik: Der wildgewordene Spießer Heartfield" zu sehen
John Heartfield und George Grosz auf der Ersten Internationalen Dada-Messe, Berlin, 1920. Im Hintergrund ist die Plastik "Elektromechan. Tatlin-Plastik: Der wildgewordene Spießer Heartfield" zu sehen
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POLITIK ALS TRIEBFEDER DER KUNST

Titelseite von "Der Knüppel", Satirische Arbeiterzeitung, Jahrgang IV., Nr. 4, Berlin, April 1926
Titelseite von "Der Knüppel", Satirische Arbeiterzeitung, Jahrgang IV., Nr. 4, Berlin, April 1926
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Heartfield tritt am Gründungstag der KPD in die Partei ein. Sein Parteibuch erhält er von Rosa Luxemburg persönlich. Fortan setzt er seine Kunst gezielt und konsequent für politische Zwecke ein. Er gestaltet Wahlplakate für die KPD und die Cover der Parteizeitung Die Rote Fahne, aber auch Titelbilder für die satirische Zeitschrift Der Knüppel, in denen er künstlerisch pointiert auf tagespolitische Ereignisse reagiert. Im März 1926 findet das Volksbegehren für ein Gesetz zur entschädigungslosen Enteignung der Fürsten statt. 12.523.939 Wahlberechtigte tragen sich in die Listen ein, weit mehr als zur Erzwingung des Volksentscheids erforderlich sind. Heartfield wähnt sich sicher, dass der Adel vom Volk abgestraft und sinnbildlich mit Ostereiern beworfen wird. Der Volksentscheid vom 20. Juni scheitert jedoch daran, dass das Gesetz nachträglich für verfassungsändernd erklärt wird und folglich zur Umsetzung des Volksentscheids eine Mehrheit von über 50 Prozent erforderlich gewesen wäre.

Auf der folgenden Seite sehen Sie eine Collage mit Plakaten, die Heartfield zwischen 1927 und 1932 für die KPD entwirft. Durch Klick auf die Motive erfahren Sie mehr über die einzelnen Wahlplakate.

Titelseite von "Der Knüppel", Satirische Arbeiterzeitung, Jahrgang IV., Nr. 4, Berlin, April 1926
Titelseite von "Der Knüppel", Satirische Arbeiterzeitung, Jahrgang IV., Nr. 4, Berlin, April 1926
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DER MALIK-VERLAG

Nach zehn Jahren: Väter und Söhne, 1924
Nach zehn Jahren: Väter und Söhne, 1924
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Für den 1917 von seinem Bruder Wieland Herzfelde gegründeten Malik-Verlag gestaltet Heartfield Buchumschläge und Werbeprodukte, die schnell die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser auf sich ziehen. Sammler interessieren sich besonders für die Grafikeditionen, insbesondere die Grosz-Mappen, und limitierte Sonderausgaben. Diese dienen der Finanzierung der hohen Auflagen von Büchern linksgerichteter Autoren, die ein Massenpublikum erreichen sollen. Zu den Bestsellerautoren im Verlagsprogramm gehören unter anderem Upton Sinclair, Ilja Ehrenburg und Maxim Gorki. Im Schaufenster des Malik-Verlags präsentiert Heartfield zum zehnten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs zwischen Bekanntmachungen, illegalen Flugblättern und Lebensmittelkarten die Fotomontage Väter und Söhne. Es bilden sich lange Schlangen von Schaulustigen. Schließlich greift die Polizei ein und löst die Ansammlung „in Rücksicht auf den Straßenverkehr“ auf.
Nach zehn Jahren: Väter und Söhne, 1924
Nach zehn Jahren: Väter und Söhne, 1924
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BUCHUMSCHLÄGE FÜR DEN MALIK-VERLAG

Buchumschläge zu Upton Sinclair: Hundertprozent, 1928 und John Dos Passos: Drei Soldaten, 1929
Buchumschläge zu Upton Sinclair: Hundertprozent, 1928 und John Dos Passos: Drei Soldaten, 1929
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Für die Malik-Buchumschläge entwickelt Heartfield ein ausgefeiltes grafisches Konzept: Pressefotografien auf Vorder- und Rückseite stehen in Bezug zueinander und fordern zum visuellen Vergleich auf. Die Kombination von Bildern und Typografie bezieht sich kritisch auf den Inhalt, überzeugt grafisch und fällt in den Auslagen der Buchhandlungen ins Auge. Die Bücher des amerikanischen Bestsellerautors Upton Sinclair erreichen in Deutschland Auflagen von über 150.000 Exemplaren, womit auf den Umschlägen geworben wird.

Kurt Tucholsky schreibt 1932 in der Weltbühne:
Wenn ich nicht Peter Panter wäre, möchte ich Buchumschlag im Malik-Verlag sein. Dieser John Heartfield ist wirklich ein kleines Weltwunder. Was fällt ihm alles ein! Was macht er für bezaubernde Dinge!“
Buchumschläge zu Upton Sinclair: Hundertprozent, 1928 und John Dos Passos: Drei Soldaten, 1929
Buchumschläge zu Upton Sinclair: Hundertprozent, 1928 und John Dos Passos: Drei Soldaten, 1929
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ZENSUR ALS ANREIZ

Schaufenstergestaltung zum Thema "Zensur" mit Büchern von Heartfield
Schaufenstergestaltung zum Thema "Zensur" mit Büchern von Heartfield
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Den Umschlag von Heinrich Wandts Erotik und Spionage in der Etappe Gent ziert das Foto eines dekorierten Reichswehrsoldaten, dessen Hand auf dem Oberschenkel einer Frau ruht. Das Cover löst eine Serie von Prozessen aus und muss schließlich überdruckt werden. Dem erzwungenen Eingriff begegnet Heartfield offensiv: Besonders auffällige Überdrucke weisen auf die Zensur hin und machen den erzwungenen Eingriff visuell kenntlich. Auch der Schriftsteller Emil Ludwig sieht sich und seine Familie auf dem Umschlag von Das Geld schreibt in ein schlechtes Licht gerückt, klagt umgehend und gewinnt. Diese vermeintliche Niederlage weiß Heartfield jedoch zu nutzen: Werbewirksam stanzt er die Gesichter der Familie aus und macht auch vor dem Hund nicht Halt. Durch diese Leerstellen verstärkt er den Effekt der Zensur, stellt deren Wirkung in Frage und motiviert die Käufer zu überlegen, wer oder was sich ursprünglich hinter den Ausstanzungen und Überklebungen verbarg.

Auf der nächsten Seite sehen Sie Heartfields kreative Reaktionen auf die Zensur. Schieben Sie dazu den Regler.
Schaufenstergestaltung zum Thema "Zensur" mit Büchern von Heartfield
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TRICKFILM UND PUPPENSPIEL

John Heartfield mit der Puppe "Der Konservative Herr", 1919
John Heartfield mit der Puppe "Der Konservative Herr", 1919
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Gemeinsam mit Grosz arbeitet Heartfield an verschiedenen Trickfilmproduktionen: Ausgeschnittene Figuren werden im Stop-Motion-Verfahren animiert. Leider ist keiner dieser Filme überliefert. Für verschiedene Theaterproduktionen entwirft Heartfield Handpuppen. Hier sieht man ihn 1919 mit dem Konservativen Herrn, einer Puppe, die er gemeinsam mit George Grosz für das Kabarett Schall und Rauch, das im Keller des Großen Schauspielhauses von Max Reinhardt untergebracht war, entwirft. Die tunnelartigen Räumlichkeiten, ehemals Ställe für Zirkustiere, waren für die Vorführungen nur bedingt geeignet. Ein sozialdemokratischer Kritiker äußert sich: „Talentvolle Ansätze verpufften, ohne zu zünden, vieles […] verlor sich ganz im Raum und Lärm. Herrschaften, beim besten Willen, es war nichts.“
John Heartfield mit der Puppe "Der Konservative Herr", 1919
John Heartfield mit der Puppe "Der Konservative Herr", 1919
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DIE DADA-COLLAGE

George Grosz und John Heartfield: Montage für die Dada-Messe, 1922
George Grosz und John Heartfield: Montage für die Dada-Messe, 1922
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Die Collage für das Cover des Katalogs der Dada-Messe gestalten Heartfield und Grosz gemeinsam. Sie kombinieren ausgeschnittene Schrift- und Bildelemente aus deutsch- und englischsprachigen Zeitschriften mit Zeichnungen von Grosz und schaffen ein verheißungsvolles Werbebild ohne preiszugeben, was die Besucherinnen und Besucher auf der Veranstaltung erwarten würde.
George Grosz und John Heartfield: Montage für die Dada-Messe, 1922
George Grosz und John Heartfield: Montage für die Dada-Messe, 1922
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5 FINGER HAT DIE HAND

Wahlplakat der KPD, 1928
Wahlplakat der KPD, 1928
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Das Wahlplakat für die KPD entsteht im Mai 1928 und ist überaus einprägsam. Grafisch beschreitet der Fotomonteur neue Wege – er fotografiert vor einer Fabrik die Hände von Arbeitern und wählt ein zentrales Bildmotiv, das in jeder Hinsicht „packend“ ist: Die Hand wirkt zupackend, aber auch bedrohlich, und der Bezug zur KPD wird durch den bildhaften Verweis auf den Listenplatz 5 unterstrichen. Das Wahlplakat trägt wesentlich zu ihrem Wahlerfolg bei – bei der Reichstagswahl gewinnt die Partei eine halbe Million Wählerstimmen hinzu und überflügelt die bürgerlich-konservative Deutsche Volkspartei. Heartfield beschert der Erfolg des Motivs zahlreiche Angebote, als Werbegrafiker zu arbeiten, die er ablehnt. Sich der Wirkung des Plakats bewusst, setzt er es bildwirksam in der Großen Berliner Kunstausstellung und in der Ausstellung Film und Foto von 1929 in unterschiedlicher Vergrößerung und serieller Anordnung ein.
Wahlplakat der KPD, 1928
Wahlplakat der KPD, 1928
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PROLET SCHLAG ZU!

Wahlplakat der KPD, 1924
Wahlplakat der KPD, 1924
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Im Juni 1924 trat Heartfield für dieses Wahlplakat als Zeichner in Erscheinung: Mit dem roten Stern erdrückt ein Arbeiter seine politischen Feinde. Neben Alfred von Tirpitz (DNVP) sind auch Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) und der Vorsitzende der NSDAP Adolf Hitler dargestellt. Die KPD musste in der Wahl vom Dezember 1924 deutliche Einbußen hinnehmen.
Die Zweisprachigkeit des Plakats (deutsch/polnisch) deutet auf die Verwendung in Ostpreußen mit seiner polnischsprachigen Minderheit hin.
Wahlplakat der KPD, 1924
Wahlplakat der KPD, 1924
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DIE ROTE EINHEIT MACHT EUCH FREI!

Reproduktion der Fotomontage für die AIZ, 1932, Nr. 30
Reproduktion der Fotomontage für die AIZ, 1932, Nr. 30
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Auf den Armbinden der Fahnenträger sind die Symbole der KPD (Hammer und Sichel) und der Eisernen Front – eines 1931 gegründeten Zusammenschlusses des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB), des Allgemeinen freien Angestelltenbundes (Afa-Bund), der SPD und des Arbeiter-Turn- und Sportbundes (ATSB) – (drei Pfeile) abgebildet. Das Wahlplakat der KPD wurde – ergänzt um das Symbol der Antifaschistischen Aktion auf dem dritten Arm – auch in der AIZ und in einer leicht abgewandelten Variante 1935 in der französischen Zeitschrift L’Humanité abgedruckt. Im April 1946 adaptiert Heartfield die Fotomontage im englischen Exil für eine Titelseite der Freien Tribüne. Indem er die Logos linksgerichteter Vereinigungen überarbeitet, wirbt er für einen Zusammenschluss von KPD und SPD.
Reproduktion der Fotomontage für die AIZ, 1932, Nr. 30
Reproduktion der Fotomontage für die AIZ, 1932, Nr. 30
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MORD AN UNSEREN BRÜDERN IM OSTEN!

Plakat der KPD, 1927
Plakat der KPD, 1927
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Das Plakat nimmt Bezug auf den Aufstand von Kanton (heute: Guangzhou). 20.000 Kommunisten, von denen lediglich 2.000 bewaffnet waren, nahmen im Handstreich die Stadt ein und bildeten die sogenannte „Kommune von Kanton“. Doch Truppen der nationalistischen Kuomintang drangen in die Stadt ein und schlugen den Aufstand nieder. Dabei gab es mehr als 10.000 Tote aufseiten der Kommunisten und ebenso viele Vermisste. Die Vorgänge in Kanton wurden in Deutschland aufmerksam verfolgt, weil der KPD-Funktionär Heinz Neumann von der Komintern zur Organisation des Aufstands entsandt worden war.
Plakat der KPD, 1927
Plakat der KPD, 1927
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KEINEN MANN, KEIN PFENNIG DEN IMPERIALISTISCHEN KRIEGSRÜSTUNGEN!

Plakat der KPD Berlin zum Volksbegehren im Oktober 1928
Plakat der KPD Berlin zum Volksbegehren im Oktober 1928
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Der Panzerkreuzer A ist ein Vorzeigeprojekt der deutschen Marine. Durch seine Bauweise können die Einschränkungen des Versailler Vertrags für die Produktion von Großkampfschiffen umgangen werden. Im Wahlkampf vom Mai 1928 wirbt die SPD mit dem Slogan „Kinderspeisung statt Panzerkreuzer“, ändert als Partner der Großen Koalition jedoch ihre Linie und stimmt dem Bau des umstrittenen Panzerkreuzers zu. Die KPD initiiert daraufhin im Oktober 1928 ein Volksbegehren. Auch die von Heartfield gestalteten Plakate und Cover für die Rote Fahne zu diesem Thema können das Scheitern des Volksbegehrens nicht verhindern. Auf Druck der Parteibasis stellt die Reichstagsfraktion der SPD einen Antrag auf Einstellung des Panzerkreuzerbaus, der jedoch von der Mehrheit des Reichstags zurückgewiesen wird.
Plakat der KPD Berlin zum Volksbegehren im Oktober 1928
Plakat der KPD Berlin zum Volksbegehren im Oktober 1928
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FLUCHT NACH PRAG

Wieland Herzfelde, John Heartfield und Kurt Kersten in Prag, 1934
Wieland Herzfelde, John Heartfield und Kurt Kersten in Prag, 1934
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Am Karfreitag 1933 rettet sich Heartfield durch einem Sprung vom Balkon seiner Wohnung vor SS-Leuten. Zu Fuß schlägt er sich alleine über das Riesengebirge bis nach Prag durch und trifft dort auf ein großes Netzwerk exilierter Deutscher. Heartfield ist, anknüpfend an seine Tätigkeit in Berlin, als Mitarbeiter der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (AIZ) äußerst produktiv und schafft unter widrigen Umständen einige seiner eindrucksvollsten Fotomontagen. Für den von seinem Bruder im Prager Exil weitergeführten Malik-Verlag gestaltet er Buchumschläge. Seine Familie emigriert nach Holland. Ständiger Wegbegleiter ist eine Schildkröte, die Heartfield überall mit hinnimmt, weil diese nicht unter Melancholie leiden soll.
Wieland Herzfelde, John Heartfield und Kurt Kersten in Prag, 1934
Wieland Herzfelde, John Heartfield und Kurt Kersten in Prag, 1934
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ARBEITER-ILLUSTRIERTE-ZEITUNG

Krieg und Leichen - die letzte Hoffnung der Reichen, 1932
Krieg und Leichen - die letzte Hoffnung der Reichen, 1932
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Die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) entwickelt sich aus einer Monatszeitschrift, die 1921 durch den Verleger Willi Münzenberg ins Leben gerufen wird, um die Tätigkeiten der von ihm gegründeten Internationalen Arbeiterhilfe zu unterstützen. Am 30. November 1924 erscheint die erste AIZ, zunächst im zweiwöchentlichen Rhythmus. 1926, als die Auflage auf 200.000 Exemplare gestiegen ist, wird auf wöchentliches Erscheinen umgestellt. Neben bebilderten Berichten und Reportagen zu politischen und sozialen Missständen in der Welt werden in der AIZ auch regelmäßig Erzählungen, Gedichte und Comicstrips veröffentlicht. Sie findet als moderne illustrierte Zeitung Verbreitung bis in die bürgerlichen Haushalte hinein. Im Februar 1930 beginnt Heartfield seine Arbeit für die Zeitschrift. Hier veröffentlicht er den Großteil seiner berühmtesten Fotomontagen. Bis zur Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 steigt die Auflage auf über eine halbe Million. Ab März 1933 erscheint die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) aus dem Exil in Prag. Neben der Hauptauflage werden von einigen Ausgaben verkleinerte „Schmuggelausgaben“ produziert, die über die Grenze ins Deutsche Reich exportiert werden. 1936 wird der Name in Volks-Illustrierte (VI) geändert. In reduzierter Auflage besteht die Zeitschrift bis 1939 fort.

Auf der folgenden Seite sehen Sie eine Auswahl bedeutender Fotomontagen. Ein Klick auf die Bilder öffnet die Vollansicht.
Krieg und Leichen - die letzte Hoffnung der Reichen, 1932
Krieg und Leichen - die letzte Hoffnung der Reichen, 1932
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DER FALL MÁNES

John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
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Vom 6. April bis zum 3. Juli 1934 zeigt der Prager Kunstverein Mánes eine Karikaturenausstellung mit insgesamt 1.000 Werken tschechoslowakischer Künstler sowie einiger Exilkünstler. John Heartfield ist mit 36 Fotomontagen vertreten. Nach dem Protest der deutschen Gesandtschaft und starkem außenpolitischen Druck auf die Tschechoslowakei durch Deutschland wird vom Prager Innenministerium eine polizeiliche Revision der Ausstellung durchgeführt. Sieben Werke werden auf Drängen der Reichsregierung unter Hitler aus der Ausstellung entfernt. Neben vielen anderen kritischen Stimmen reagiert auch Heartfield umgehend auf den „Fall Mánes“ und verarbeitet das Geschehen in einer Fotomontage für die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (Nr. 19, 1934): Zur Intervention des Dritten Reichs gegen die Internationale Karikaturen-Ausstellung im Kunstverein Mánes in Prag. Je mehr Bilder sie weghängen, umso sichtbarer wird die Wirklichkeit! Die Auseinandersetzungen um das Entfernen der Bilder führen zu einem enormen Publikumsansturm mit über 3.000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag.

Klicken Sie im folgenden Bild auf eine der Leerstellen, um die abgehängten Werke zu sehen. Ein Klick auf die gezeigten Werke öffnet eine Detailansicht.

Weitere Informationen zu Heartfields Beteiligung an verschiedenen Ausstellungen im Kunstverein Mánes finden Sie unter „Heartfields Ausstellungen“.
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
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AUSREISE NACH LONDON

John Heartfield in London
John Heartfield in London
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Kurz vor dem Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechoslowakei gelingt Heartfield im Dezember 1938 die Ausreise mit dem Flugzeug nach London. Während er in Prag noch eingebettet in ein Netzwerk deutscher Emigranten seine künstlerische Arbeit fortsetzen und einige der eindrucksvollsten Titelseiten für die AIZ publizieren konnte, gestaltet es sich in England weit schwieriger, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Heartfield wird zunächst für einige Wochen als enemy alien (feindlicher Ausländer) interniert. Als bekennender Kommunist gerät er nach Abschluss des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakts vom 23. August 1939 in das Blickfeld des Geheimdienstes MI5 und wird observiert. Erst 1943 erhält er eine Arbeitserlaubnis als freelance cartoonist. Schließlich findet Heartfield bei dem populärwissenschaftlichen Verlag Lindsay Drummond eine Festanstellung und gestaltet zahlreiche Bücher. Zwar werden einige seiner Fotomontagen in britischen Magazinen publiziert, es gelingt ihm aber nicht, seine Arbeit weiterzuführen und sich eigenständig als Künstler zu etablieren.

Zu der Musik von Ernst H. Meyer schreibt Heartfield den Refugee Song, ein melancholisches Chorstück, das das Schicksal der deutschen Exilanten thematisiert. Auf der folgenden Seite können Sie durch Klick auf das Sound-Symbol eine Einspielung hören.

John Heartfield in London
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FREE GERMAN LEAGUE OF CULTURE

Das Haus auf Downshire Hill in Hamstead
Das Haus auf Downshire Hill in Hamstead
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Heartfield engagiert sich in London aktiv im Freien Deutschen Kulturbund (FGLC), einem Club von exilierten deutschen Kulturschaffenden. Gegründet wird die Vereinigung im Haus des Malers Fred Uhlmann und dessen britischer Ehefrau Diana, in dem Heartfield die ersten fünf Jahre nach seiner Flucht lebt. Im Club hält Heartfield kunsthistorische Vorträge, inszeniert Theaterstücke, arbeitet als Bühnengestalter und tritt auch selbst als Schauspieler auf. 1941 begegnet ihm im Kulturbund seine spätere Frau Gertrud („Tutti“). Das Paar zieht gemeinsam in eine kleine Wohnung im Londoner Bezirk Highgate, die sie sich mit mehreren Katzen teilen. Im Garten hält Heartfield Kaninchen. Heartfield begeistert sich für britische Karikaturen von William Hogarth bis James Gillray und beginnt, mit bescheidenen Geldmitteln eine kleine Sammlung aufzubauen.
Das Haus auf Downshire Hill in Hamstead
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HURRAH, DIE BUTTER IST ALLE!

Die Fotomontage erschien 1935 in der AIZ. 1939 wird sie unter Heartfields Regie im Arts Theatre in London aufgeführt
Die Fotomontage erschien 1935 in der AIZ. 1939 wird sie unter Heartfields Regie im Arts Theatre in London aufgeführt
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„Erz hat stets ein Volk stark gemacht, Butter und Schmalz haben höchstens ein Volk fett gemacht.“ – Hurrah, die Butter ist alle! Heartfields zynische Fotomontage nimmt Hermann Görings Hamburger Rede aus dem Jahr 1935 humoristisch aufs Korn. Darin fordert Göring das Volk auf, zugunsten der Aufrüstung weniger zu essen. Heartfields Arbeit gehört zu seinen bekanntesten Fotomontagen für die AIZ. Die Montage wird 1939 unter Heartfields Regie als Tableau vivant im Rahmen der vom Kulturbund initiierten Revue Guns for Butter des Kabaretts 4 & 20 Black Sheep in London auf die Bühne gebracht. Viele Details, wie die überspitzte Hakenkreuz-Tapete werden für die Inszenierung mit großer Hingabe nachgebaut.
Die Fotomontage erschien 1935 in der AIZ. 1939 wird sie unter Heartfields Regie im Arts Theatre in London aufgeführt
Die Fotomontage erschien 1935 in der AIZ. 1939 wird sie unter Heartfields Regie im Arts Theatre in London aufgeführt
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ALLIES INSIDE GERMANY

Dokumentationstafel der Ausstellung "Allies inside Germany"
Dokumentationstafel der Ausstellung "Allies inside Germany"
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1942 ist Heartfield als Kurator an der Ausstellung Allies Inside Germany beteiligt. Die zunächst in London gezeigte Wanderausstellung zielt darauf ab, die britische Bevölkerung über die deutschen Widerstandsbewegungen zu informieren, Verständnis für die schwierige Situation deutscher Flüchtlinge zu wecken und zu zeigen, dass ein vom Faschismus befreites Deutschland wieder zur Kulturnation werden könnte. Um die Ausstellung zu finanzieren und ein möglichst großes Publikum zu erreichen, produziert der Organisator Heinz Worner Dokumentationsmappen, die er versucht, an linke Organisationen und Gewerkschaften zu verkaufen.

Dokumentationstafel der Ausstellung "Allies inside Germany"
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DACHAU. EINE CHRONIK

Walter Hornung

ACROSS BARRIERS

Elizabeth F. Howard

WEISSBUCH ÜBER DIE ERSCHIESSUNGEN DES 30. JUNI

HITLER TREIBT ZUM KRIEG

Albert Schreiner

UNTERDRÜCKTES AUS DEM WELTKRIEG

Kurt Eisner

SCHUTZHÄFTLING 880

Karl Billinger

DIE TRAGÖDIE DEUTSCHLANDS

BRAUNBUCH ÜBER REICHSTAGSBRAND UND HITLERTERROR

HITLER REARMS

Dorothy Woodman

ALKIBIADES

Vincent Brun

MEN CRUCIFIED

Bruno Heilig

NAZI NUGGETS!

Clare Leiser

I WAS A GERMAN

Ernst Toller

SÖLDNER UND SOLDAT

Bodo Uhse

DIE STÄRKEREN

Franz Carl Weiskopf

DIE GROSSE LÜGE

S. Erckner

DURCH ZWEI JAHRTAUSENDE SAARLÄNDISCHER VERKEHRSGESCHICHTE

Hermann J. Becker

THE BERLIN DIARIES

Helmut Klotz

NAZI BASTILLE DACHAU

DAS DEUTSCHE VOLK KLAGT AN

Maximilian Scheer

FRIEDE AUF ERDEN?

Otto Dibelius

I WAS HITLERS PRISONER

Stefan Lorant

BASILIUS KNOX

Anna Maria Jaklova

THE SPIRIT AND STRUCTURE OF GERMAN FASCISM

Robert A. Brady

DIE NEUE ZEIT

Kurt Eisner

DIE WAHREN HERREN DEUTSCHLANDS

Hans Behrend

LIEDER, GEDICHTE, CHÖRE

Bertolt Brecht; Hanns Eisler

THE ELLOW SPOT

Herbert Dunelm

DEUTSCHLAND VOM FEINDE BESETZT

Heinz Lohmar

ONE MAN AGAINST EUROPE

Konrad Heiden

WHAT HITLER DID TO US

Eva Lips

HITLER THE PAWN

Rudolf Olden

HELP US GERMANS TO BEAT THE NAZIS

Heinrich Fraenkel

SWASTIKA NIGHT

Katharine Burdekin

FELDZUG GEGEN MOSKAU?

Ernst Henry

THE HOUSE THAT HITLER BUILT

Stephen H. Roberts

I MARRIED A GERMAN

Madeleine Kent

GERMANY'S WAR MACHINE

Albert Müller

KARL LIEBKNECHT

Emil Burns

THE REAL RULERS OF GERMANY

Hans Behrend

I KNEW HITLER

Kurt G. W. Lüdecke

JUSTIZMORD AM CATALINA

Botho Laserstein

ALL QUIET IN GERMANY

Karl Billinger

MURDER MADE IN GERMANY

Heinz Liepmann

CHASE ACROSS EUROPE

Roger G. Hellburne

FOUR WEEKS IN THE HANDS OF HITLER'S HELL-HOUNDS

Hans Beimler

HITLER: A BIOGRAPHY

Konrad Heiden

GERMANYS ECONOMIC POSITION

J. Kuczynski

LAND OF PROMISE

Leo Lania

SICHERUNG DURCH MILITÄRISCHE GEWALT?

Hans Wehberg

NAZI GERMANY CAN'T WIN

William Necker

VANSITTART GIFT FOR GOEBBELS

Heinrich Fraenkel

OUR STREET

Ian Pettersen

MIGHT IS RIGHT

Friedrich Roetter

Johann Wolfgang von Goethe

*1749 - †1832

Gotthelf Ephrain Lessing

*1729 - †1781

Ludwig van Beethoven

*1770 - †1827

Alexander von Humboldt

*1769 - †1859

Wilhelm von Humboldt

*1767 - †1835

Karl Marx

*1818 - †1883

Albert Einstein

*1879 - †1955

Alfred Meusel

*1896 - †1960

Karl Polanyi

*1886 - †1964

Richard Willstätter

*1872 - †1942

Fritz Haber

*1868 - †1934

Lion Feuchtwanger

*1884 - †1958

Thomas Mann

*1875 - †1955

Heinrich Mann

*1871 - †1950

Egon Erwin Kisch

*1885 - †1948

Ludwig Renn

*1889 - †1979

Ernst Toller

*1893 - †1939

Wolfgang Langhoff

*1901 - †1966

Albert Bassermann

*1867 - †1952

Fritz Busch

*1890 - †1951

Erwin Schrödinger

*1887 - †1961

Paul Hindemith

*1895 - †1963

Bruno Walter

*1876 - † 1962

Oskar Kokoschka

*1886 - †1980

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WERKZEUG IN GOTTES HAND? SPIELZEUG IN THYSSENS HAND!

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.8.1933
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Die Finanzierung des nationalsozialistischen Regimes durch Großindustrielle wie Fritz Thyssen thematisiert Heartfield wiederholt in verschiedenen Arbeiten. Thyssen fordert bereits 1932 von Reichspräsident Hindenburg, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen, und ist an der Vorbereitung der Machtergreifung am 28. Januar 1933 maßgeblich beteiligt. Heartfield zeigt Hitler als Hampelmann des berüchtigten Rüstungsfinanziers und unterstreicht dessen Einfluss auf die Politik visuell durch die Veränderung der realen Größenverhältnisse.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.8.1933
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DEUTSCHE NATURGESCHICHTE

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 16.8.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 16.8.1934
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Friedrich Ebert klettert in Form einer Raupe einen abgefressenen Eichenzweig empor, an dem Paul von Hindenburg als eingewickelter Puppenkokon hängt. Die beiden verstorbenen Politiker der Weimarer Republik werden von Heartfield sinnbildhaft als Wegbereiter „in geradliniger Folge“ inszeniert. Adolf Hitler setzt sie fort als „deutscher Totenkopf-Falter“, indem er das Amt des Staatsoberhauptes und des Regierungschefs in seiner Person vereinigt.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 16.8.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 16.8.1934
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OB SCHWARZ, OB WEISS - IM KAMPF VEREINT!

Originalmontage und AIZ-Blatt von 1931 (Nr. 26)
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1931 (Nr. 26)
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„Wir kennen nur einen Feind, die Ausbeuterklasse!“ Die Montage entsteht während Heartfields Aufenthalt in der Sowjetunion und erscheint im Juli 1931 in einer Sondernummer der AIZ, die dem „Leben der schwarzen Rasse“ gewidmet ist. Die unbeschnittene Originalmontage verdeutlicht, dass Heartfield das Foto aus mehreren Komponenten zusammengesetzt hat. Die fotografischen Vorlagen entstanden auf dem Gelände der Filmgesellschaft Meshrabpom in Moskau, wo Heartfield sich 1931 als Gast des Internationalen Büros revolutionärer Künstler aufhielt.
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1931 (Nr. 26)
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1931 (Nr. 26)
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DURCH LICHT ZUR NACHT

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.5.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.5.1933
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Zeitgleich mit der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten auf dem Berliner Opernplatz (heute Bebelplatz) erscheint am 10. Mai 1933 Heartfields Fotomontage auf dem Cover der AIZ. Heartfield platziert den Scheiterhaufen aus Büchern vor dem Reichstag und setzt Joseph Goebbels als Leiter der Berliner Bücherverbrennung in den Vordergrund. Aufgetürmt sind die Werke verfemter Autoren, darunter Thomas Mann, Karl Marx, Erich Maria Remarque und Egon Erwin Kisch. Wie in der Gegenüberstellung zwischen der Originalmontage und dem Druck in der AIZ zu erkennen ist, verändert Heartfield die Komposition leicht, als er sie nach seiner Rückkehr aus dem englischen Exil für die von seinem Bruder Wieland Herzfelde herausgegebene Heartfield-Biografie nutzt. Anstelle des Buchtitels von Kisch setzt Heartfield die Publikation Ein Mensch unserer Zeit von Johannes R. Becher mit dem von Heartfield selbst gestalteten Umschlag in den Vordergrund. Sicherlich verfolgt er durch diese Hommage das Ziel, Bechers Rolle im Widerstand hervorzuheben.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.5.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 10.5.1933
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O TANNENBAUM IM DEUTSCHEN RAUM, WIE KRUMM SIND DEINE ÄSTE!

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.12.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.12.1934
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Neben der Fotomontage greift Heartfield gelegentlich auf andere Techniken zurück. Er inszeniert und kombiniert Objekte zu aussagekräftigen Stillleben. Für die Weihnachtsausgabe der AIZ 1934 bastelt er einen spärlichen Weihnachtsbaum, dessen Äste an ein Hakenkreuz erinnern und fotografiert diesen auf einem passenden Christbaumständer. Von dieser Inszenierung existiert ein seitenverkehrter Abzug des Originalfotos.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.12.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.12.1934
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DER SINN VON GENF. WO DAS KAPITAL LEBT, KANN DER FRIEDE NICHT LEBEN!

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.11.1932
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.11.1932
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Die auf einem Bajonett aufgespießte Friedenstaube positioniert Heartfield vor dem Gebäude des Völkerbunds. Er setzt erläuternd hinzu: „In Genf, der Stadt des Völkerbundes, wurde mit Maschinengewehren in die gegen den Faschismus demonstrierenden Arbeitermassen geschossen.“ Nach dem Krieg variiert Heartfield das Motiv wiederholt. Er überzeichnet das Gebäude und wandelt mit diesem Eingriff seine wohl berühmteste Fotomontage in ein zeitloses pazifistisches Statement, das als Bildikone in die Geschichtslehrbücher eingegangen ist.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.11.1932
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 27.11.1932
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MIMIKRY

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 19.4.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 19.4.1934
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„Nachdem alle Versuche, die nationalsozialistischen Ideen in die Arbeitergemeinschaft zu tragen, erfolglos geblieben sind, ist Goebbels auf einen letzten verzweifelten Einfall gekommen: Er hat den ,Führer‘ überredet, fortan, wenn er vor Arbeitern spricht, sich einen Karl-Marx-Bart umzuhängen.“ Die körperlichen Einschränkungen des kleinwüchsigen „Hinkefüßchens“ Goebbels unterstreicht Heartfield in dieser Fotomontage, indem er ihn auf einen thronartigen Sessel steigen lässt, um Hitler den Bart anzuhalten. Hitler hält in seinen Händen eine von den Nationalsozialisten zum ersten Mai herausgegebene Medaille, in der Heartfield einen perfiden Versuch erkennt, sich bei linksgerichteten Wählern anzubiedern.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 19.4.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 19.4.1934
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WIE IM MITTELALTER ... SO IM DRITTEN REICH

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.5.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.5.1934
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Im Prager Exil teilt sich Heartfield ein Quartier mit dem Schauspieler Erwin Geschonneck, den er bittet, Modell zu stehen für ein Foto, das er für diese Montage verwenden möchte. In seinen Memoiren erinnert sich Geschonneck daran, wie er auf dem Dach eines Hauses nackt auf einem kreuzförmigen Gestell posierte. Das Kreuz ergänzt Heartfield in der Originalmontage manuell zu einem Hakenkreuz und setzt es in unmittelbaren Bezug zu dem mittelalterlichen Fenster der Tübinger Stiftskirche, das den gemarterten Heiligen Georg zeigt. Diese Form der Grausamkeit, die sich in der Politik der Nationalsozialisten wiederholt, bringt Heartfield durch die Gegenüberstellung von Bild und Text in dieser Arbeit zum Ausdruck.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.5.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.5.1934
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MIT SEINEN PHRASEN WILL ER DIE WELT VERGASEN

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 1.6.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 1.6.1933
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Hitler erscheint auf der Montage als schlecht verkleideter Friedensadvokat. Hinter dem Palmzweig ist unschwer ein erhobener Säbel zu erkennen. Die Flügel sind angeklebt. Eine mit einem Maulkorb geknebelte Friedenstaube legt er an eine Leine und hat sie, ebenso wie die kleine Kanone, fest im Griff.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 1.6.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 1.6.1933
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SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER WAND, WER IST DER STÄRKSTE IM GANZEN LAND?

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 24.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 24.8.1933
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„Die Krise!“, schallt es Hitler entgegen, der sich – gleich der bösen Stiefmutter im Grimm’schen Märchen Schneewittchen – selbstgefällig im magischen Spiegel betrachtet. Ein Skelett, das den Reichskanzler von hinten umschlingt und ihm die Kehle zuschnürt, kann als mahnende Zukunftsvision gedeutet werden. Auf der Rückseite der Originalmontage befindet sich neben einem Zollstempel aus Prag der in Schwarz gestempelte Aufdruck „made in France“. Vermutlich wurde die Montage in Heartfields Ausstellung im Maison de la Culture gezeigt und der Stempel diente dazu, die Wiederausfuhr zu erleichtern.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 24.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 24.8.1933
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SO WARD AUS HUGENBERG DER HUGENZWERG

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 6. 7. 1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 6. 7. 1933
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Alfred Hugenberg verfügt als Industrieller mit seinem Hugenberg-Konzern, dem größten Medienunternehmen des Deutschen Reichs, über große wirtschaftliche Macht. 1933 wird er als Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) zum Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung ernannt. Aufgrund einseitiger Interessen wird er wenige Monate später aus dem Kabinett entlassen, und die DNVP löste sich auf. Heartfield schildert diese Entwicklung und „Hugenbergs Schwanengesang“ nicht ohne Häme: „Gestern noch auf hundert Sesseln, heute sitz ich in den Nesseln, morgen machen sie mich kalt, deutsche Treue wird nicht alt“, reimt Heartfield in der Bildunterschrift.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 6. 7. 1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 6. 7. 1933
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NEUER LEHRSTUHL AN DEN DEUTSCHEN UNIVERSITÄTEN - VÖLKISCHE TIEFENSCHAU

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.8.1933
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„Ein Professor Vitlawopsky von der Universität Heidelberg hat festgestellt, daß das menschliche Hühnerauge, allerdings nur das germanische, befähigt ist, in die Zukunft zu schauen.“ Heartfield kommentiert in dieser Fotomontage eines „germanischen“ Forschers, der mithilfe seiner Hühneraugen durch ein Fernrohr in die Zukunft sieht, das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933, das zur Folge hatte, dass Juden und Jüdinnen aus dem öffentlichen Dienst verdrängt wurden. An Stelle befähigter Professoren traten oftmals weniger qualifizierte Kollegen mit nationalsozialistischer Gesinnung, während ihre Amtsvorgänger in Konzentrationslager geschickt wurden.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.8.1933
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 31.8.1933
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DER REICHSBISCHOF RICHTET DAS CHRISTENTUM AUS

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 18. 1. 1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 18. 1. 1934
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„He, der Mann da, das Kruzifix etwas weiter nach rechts!“ Der Kommandierende ist der Reichsbischof – im Volksmund „ReiBi“ genannte – Dr. Ludwig Müller, ein protestantischer Pfarrer, den Hitler zum Landesbischof von Preußen und Reichsbischof der Deutschen Evangelischen Kirche ernannt hatte. Die Fotomontage kommentiert die von Müller geforderte vollständige Nazifizierung der Kirche und die damit einhergehende Indienstnahme der christlichen Institutionen durch den nationalsozialistischen Machtapparat.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 18. 1. 1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 18. 1. 1934
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WOLLT IHR WIEDER FALLEN, DAMIT DIE AKTIEN STEIGEN?

Montagematerial und AIZ-Blatt vom 28.8.1932
Montagematerial und AIZ-Blatt vom 28.8.1932
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Die Originalmontage zu diesem AIZ-Blatt hat sich nicht in Heartfields Nachlass erhalten, aber das ausgeschnittene Montagematerial ist überliefert. Möglicherweise plante Heartfield, das Motiv auch für weitere Werke zu verwenden.
Montagematerial und AIZ-Blatt vom 28.8.1932
Montagematerial und AIZ-Blatt vom 28.8.1932
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ZUM KRISEN-PARTEITAG DER SPD

Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 5. 6. 1931
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 5. 6. 1931
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Heartfields Montage mutet fast surrealistisch an. Statt sichtbarer Übergänge verschmilzt der Kopf des SPD-Politikers mit dem Gesicht eines fauchenden Tigers. Die SPD, deren Mitglieder Heartfield und Gleichgesinnte gerne als „Sozialfaschisten“ bezeichnen, liefert sich ausgedehnte Grabenkämpfe mit den Kommunisten. Als schließlich Kräfte und Ressourcen der linken Parteien im Kampf gegen den Faschismus gebündelt werden, hat die NSDAP Ihren Vorsprung bereits ausgebaut.
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 5. 6. 1931
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 5. 6. 1931
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DER RICHTER - DER GERICHTETE

Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 16.11.1933
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 16.11.1933
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In der Gegenüberstellung des im Reichstagsbrandprozess angeklagten Georgi Dimitroff mit dem Kronzeugen Hermann Göring unterstreicht Heartfield Dimitroffs couragierten Auftritt. Dimitroff stellt sich Preußens Ministerpräsidenten mutig mit eigenen Fragen entgegen – so avanciert er in Heartfields Augen vom Gerichteten zum Richter – und wird schließlich wider Erwarten freigesprochen. Die Montage verwendet Heartfield später auch als Titelmotiv für das Braunbuch II. Dimitroff contra Göring. Enthüllungen über die wahren Brandstifter, das 1934 in Paris herausgegeben wird.
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 16.11.1933
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 16.11.1933
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ZWANGSLIEFERANTIN VON MENSCHENMATERIAL

Originalmontage und AIZ-Blatt von 1930 (Nr. 10)
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1930 (Nr. 10)
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Nur Mut! Der Staat braucht Arbeitslose und Soldaten! Dieses Bildnis einer modernen Pietà provoziert durch die Zusammenstellung der Fotografie einer Schwangeren als „Gebärmaschine“ – wie der Titel und der ergänzende Text nahelegen – mit der eines über ihr schwebenden Leichnams eines Kindersoldaten. Sergej Tretjakow bezeichnet diese eindrückliche Fotomontage als „die dialektischste und ökonomischste von allen“. Für die in enger Zusammenarbeit mit seinem Bruder entstandene Heartfield-Biografie (1962) von Wieland Herzfelde wird die ursprüngliche Bildunterschrift Anfang der 1960er-Jahre durch eine Zeile aus Brechts Gedicht „An meine Landsleute“ (1950) ersetzt: „Mütter, lasset Eure Kinder leben ...“
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1930 (Nr. 10)
Originalmontage und AIZ-Blatt von 1930 (Nr. 10)
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DAS URTEIL DER WELT: IN MEINEN ZÜGEN STEHT GESCHRIEBEN, WAS DAS GERICHT VERSCHWIEGEN HAT!

Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 28.12.1933
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 28.12.1933
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Als Vorlage für den Kopf Hermann Görings dient Heartfield eine Fotografie in der Jagdzeitung Wild und Hund, die einen Artikel über den „Ehrenvorsitzenden aller deutschen Tierschutzvereine Hermann Göring“ illustriert. Bewusst isoliert Heartfield die von züngelnden Flammen umgebene Fratze und inszeniert Göring als wahren Brandstifter des Reichstagsbrands.
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 28.12.1933
Montagefotografie und AIZ-Blatt vom 28.12.1933
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HJALMAR oder DAS WACHSENDE DEFIZIT

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 5.4.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 5.4.1934
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Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht muss 1934 einräumen, dass sich die Gold- und Devisenbestände der Reichsbank von 396 auf 274 Millionen Reichsmark verringert haben. Trotzdem betont er wiederholt, dass die Währung nicht abgewertet werde. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings bereits eine Konferenz der Reichsbank mit den Auslandsgläubigern einberufen worden, da Deutschland faktisch zahlungsunfähig war. Heartfield karikiert Schacht mit hohem Stehkragen, wie er blind eine Reichsmarkmünze auf einem Zauberstab balanciert. Das ist eine Anspielung auf Schachts selbstgewählten Spitznamen „der Zauberer“. Wie Heartfield hier pointiert visuell unterstreicht, kann er mit Tricks, die er unter anderem zur Unterstützung der Rüstungsindustrie einsetzt, langfristig nicht punkten. Die Münze auf der Spitze des Stabs droht jeden Moment herunterzufallen.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 5.4.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 5.4.1934
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O, DU MEIN HUMANES ÖSTERREICH!

Originalmontage und AIZ-Blatt vom 29.3.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 29.3.1934
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Der in der AIZ abgedruckte Begleittext erläutert die Fotomontage: „Je größer das Kaliber, umso größer die Humanität.“ Der Einsatz von Kanonen bei den Februaraufständen in Österreich wurde von der Wiener Reichspost als besonders humaner Akt gefeiert, „weil sie die Entscheidung beschleunigten und so der Zahl der Opfer eine Grenze setzten“.
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 29.3.1934
Originalmontage und AIZ-Blatt vom 29.3.1934
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ABGEHÄNGTE WERKE

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Unter den Werken, die auf Drängen der nationalsozialistischen Regierung aus der Ausstellung entfernt wurden, befinden sich einige von Heartfields bekanntesten Fotomontagen. Bis auf ein Motiv hatten Sie als Cover der AIZ Verwendung gefunden.

oben v.l.n.r.: Der Sinn des Hitlergrußes: Kleiner Mann bittet um große Gaben. Motto: Millionen stehen hinter mir! (1932), Göring der Henker des Dritten Reichs [Entwurf für den Bucheinband des Braunbuchs über Reichstagsbrand und Hitlerterror] (1933); S.M. Adolf: Ich führe Euch herrlichen Pleiten entgegen (1932); unten v.l.n.r.: Adolf der Übermensch: Schluckt Gold und redet Blech (1932), Das Mörderkreuz (1933)
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IMPRESSUM

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Unser besonderer Dank gilt der Heartfield Community of Heirs, die das Projekt durch ihre Unterstützung ermöglicht haben.
Für die Projektförderung im Rahmen der Förderinitiative Kunst auf Lager danken wir der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Alle Werke von John Heartfield: © the Heartfield Community of Heirs, VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Direktor des Archivs der Akademie der Künste:
Werner Heegewaldt

Ausstellung FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT  
Kuratorinnen:
Angela Lammert
Rosa von der Schulenburg (Projektleitung)
Anna Schultz

KOSMOS HEARTFIELD
Projektleitung und Konzeption: Anna Schultz
Technische Umsetzung und creative Mastermind: Christian Stampfl
Grafik: Heimann + Schwantes (Haig Walta und Michael Heimann)
Kamera: Uwe Ziegenhagen
Sprecher: Erdmut Wizisla
Filmschnitt und Regie: Christian Stampfl
 
IT-Support: Thorsten Roloff
Digitalisierung Susanne Reinhardt
Verzeichnung der Heartfield-Werke: Meike Herdes
Besonderer Dank gilt den Archivkolleginnen und -kollegen Alexandra Land, Peter Deeg, Anouk Jeschke und Antje Hanack

Texte (soweit nicht anders angegeben): Anna Schultz und
Nadja Bender (Finger 4: Ausstellungen)

Übersetzungen: Katrin Schulze
Lektorat: Bernhard Schulz, Nadine Brüggebors
Korrektorat: Uta Grundmann

Die Texte zu den AIZ-Blättern wurden von Schülerinnen und Schülern des Berliner Canisius-Collegs im Rahmen eines Projekts unter der Leitung von Christina Pack und Beatrice Haux verfasst.

Die Texte basieren auf der Biografie, die Michael Krejsa und Volker Landschof für HEARTFIELD ONLINE erstellt haben sowie auf den Katalog- und Saaltexten der Ausstellung FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT.

Aufgrund der aktuellen Vorgaben und Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus (COVID-19) bleibt die Ausstellung bis auf weiteres geschlossen. Für aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten und zum Veranstaltungsprogramm informieren Sie sich bitte auf www.adk.de/heartfield.

Sämtliche Werke von Heartfield befinden sich in der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin, und können nach Voranmeldung im Studiensaal in der Luisenstraße vorgelegt werden. Sämtliche Fotos und Textquellen stammen aus dem Archiv Bildende Kunst an der Akademie der Künste, Berlin.

Sollte Ihnen ein Fehler aufgefallen sein, bitten wir freundlich um einen Hinweis per E-Mail an: heartfield@adk.de
Trotz intensiver Recherchen war es nicht möglich, die Urheber für sämtliche Werke zu ermitteln.

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RÜCKKEHR AUS DEM EXIL

Aus dem Protokoll der 31. Sitzung der Zentralen Parteikontrollkommission der SED, Berlin (Ost), 1951. Foto: Bundesarchiv Berlin, DY 30/71318
Aus dem Protokoll der 31. Sitzung der Zentralen Parteikontrollkommission der SED, Berlin (Ost), 1951. Foto: Bundesarchiv Berlin, DY 30/71318
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„Da wir die englische Bevölkerung sehr lieben gelernt haben und London uns eine besonders lieb gewordene Stadt geworden ist, ist es nur unser Pflichtgefühl, das uns zurückgehen heißt“, schreibt Heartfield im Oktober 1946 an seinen Bruder Wieland Herzfelde. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands und der sehr schleppenden Ausstellung von Einreisegenehmigungen verzögert sich die Rückreise in die neugegründete DDR. Erst im August 1950 trifft John Heartfield mit seiner späteren Frau Gertrud („Tutti“) und der Hauskatze in Leipzig ein. Dem anfangs spürbaren Enthusiasmus über die Rückkehr folgt bald herbe Ernüchterung: Von offizieller Seite wird die Technik der Fotomontage, das Kernstück seiner bisherigen Arbeit, als „formalistisch“ und „dekadent“ abgelehnt. Schließlich gelingt es Heartfield, mit Theaterarbeit einigermaßen Fuß zu fassen – größere Aufträge jedoch bleiben aus. Zudem werden Heartfield als spätrückkehrendem „West-Emigranten“ Verbindungen zu dem angeblichen US-Agenten Noel Field während seiner Exilzeit in London vorgeworfen, was dazu führt, dass er „aus Sicherheitsgründen“ nicht in die Partei (SED) aufgenommen wird. Das Engagement einiger enger Freunde – genannt seien Bertolt Brecht und Stefan Heym – führt letztendlich zur Rehabilitation und Würdigung von Person und Werk. Im Juli 1956 wird Heartfield gestattet, in die Partei einzutreten. Im Oktober wird er als Mitglied in die Deutsche Akademie der Künste aufgenommen und zieht von Leipzig nach Ost-Berlin um. Mit der Mitgliedschaft sind eine überschaubare finanzielle Zuwendung und einige Privilegien verbunden – unter anderem eine mehrmonatige Studienreise nach China, die Heartfield 1957 mit den Meisterschülern Werner Stötzer und Harald Metzkes unternimmt.
Aus dem Protokoll der 31. Sitzung der Zentralen Parteikontrollkommission der SED, Berlin (Ost), 1951. Foto: Bundesarchiv Berlin, DY 30/71318
Aus dem Protokoll der 31. Sitzung der Zentralen Parteikontrollkommission der SED, Berlin (Ost), 1951. Foto: Bundesarchiv Berlin, DY 30/71318
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FREUNDSCHAFT MIT BERTOLT BRECHT

Blatt der Volks-Illustrierten vom 16.9.1936
Blatt der Volks-Illustrierten vom 16.9.1936
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Heartfield hat in Berlin einen großen Freundeskreis und bewegt sich in einem vielfältigen kreativen Netzwerk, in dem seine Beziehung zu Brecht eine besondere Stellung einnimmt. Die Freundschaft basiert auf gegenseitigem Respekt für die Arbeit des anderen und bleibt bis zu Brechts Tod 1956 eine ständige Konstante im Leben beider Künstler. In seinen Werken nimmt Heartfield seit den 1920er-Jahren wiederholt auf Brecht Bezug. 1936 beispielsweise greift er für die Montage Großes Monstre-Lügenkabinett auf das Titelmotiv des bereits 1933 verbotenen Dreigroschenoper-Films zurück und passt die Nachrichten des Moritatensängers an zeithistorische Ereignisse an. Brecht wiederum lässt sich insbesondere in seinen collagierten Journalen mit montierten Text- und Bildelementen durch Heartfields Arbeiten inspirieren. Nach dessen Rückkehr nach Deutschland setzt er sich aktiv für Heartfields künstlerische und politische Rehabilitation ein, engagiert ihn für die Gestaltung seiner im Aufbau-Verlag erscheinenden Buchausgabe, zeigt sich freundschaftlich-besorgt über Heartfields Gesundheitszustand und ermutigt ihn, sich ein Sommerhaus in Waldsieversdorf nahe des eigenen Domizils in Buckow zuzulegen.
Blatt der Volks-Illustrierten vom 16.9.1936
Blatt der Volks-Illustrierten vom 16.9.1936
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DER CHINESISCHE TEEWURZELLÖWE

Wieland Herzfelde und John Heartfield mit dem chinesischen Teewurzellöwen
Wieland Herzfelde und John Heartfield mit dem chinesischen Teewurzellöwen
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Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland posiert Heartfield mit einer Skulptur, die er vermutlich 1957 von seiner Chinareise mitgebracht hat. Es handelt sich, so Wieland Herzfelde, um eine „Figur aus Wurzeln des Theestrauches (sic), im alten China als Glückstier betrachtet und umso höher bewertet, je weniger Schnitzarbeit sie aufweist“. Im Rahmen einer Teezeremonie werden solche Wurzelskulpturen mit Tee übergossen, doch diente dieser Löwe aufgrund seiner Größe wohl kaum diesem Zweck. Heartfield stellt dem Teewurzellöwen den eigenen Stubentiger gegenüber. Von Brecht wird er beauftragt, einen Buchumschlag zu dem Band 100 Gedichte zu gestalten, auf dem der Teewurzellöwe zu sehen ist. In einem kurzen Gedicht vergleicht Brecht das geschnitzte Tier mit der eigenen Dichtkunst.

Auf der folgenden Seite können Sie dieses Gedicht hören.


Wieland Herzfelde und John Heartfield mit dem chinesischen Teewurzellöwen
Wieland Herzfelde und John Heartfield mit dem chinesischen Teewurzellöwen
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ARBEIT BEIM BERLINER ENSEMBLE

Plakat für "Die Mutter", 1951
Plakat für "Die Mutter", 1951
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Bertolt Brecht erteilt Heartfield in der DDR den ersten Arbeitsauftrag zu seiner Inszenierung von Maxim Gorkis Die Mutter (1951). Heartfield gestaltet die Projektionen, den Abschlussfilm und die überlebensgroßen Hintergrundfiguren für das Bühnenbild von Caspar Neher. Filmaufnahmen zur Wiederaufführung dieser Inszenierung von Manfred Wekwerth (1953) verdeutlichen, dass Heartfield am Berliner Ensemble auf seine frühe Erfahrung mit Projektionen bei den Piscatorbühnen zurückgreifen konnte.
Plakat für "Die Mutter", 1951
Plakat für "Die Mutter", 1951
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THEATERARBEIT

John Heartfield mit dem Theaterplakat zu „Sozialaristokraten“, 1955
John Heartfield mit dem Theaterplakat zu „Sozialaristokraten“, 1955
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Nach seiner Rückkehr in die neu gegründete DDR ist die Theaterarbeit Heartfields wichtigstes finanzielles Standbein. Neben dem Berliner Ensemble sind das Deutsche Theater und die Kammerspiele seine Hauptarbeitgeber. Heartfield entwirft Bühnenbilder, Kostüme, Plakate und Programmhefte zu vielen Theaterstücken. Das Deutsche Theater beauftragt ihn mit dem Design des DT-Logos, das bis heute im Stadtraum präsent ist. Die Theaterproduktionen, an denen Heartfield beteiligt ist, haben nur wenig mit den avantgardistischen Inszenierungen der 1920er-Jahren gemein. Sie sind eher traditionell ausgerichtet, aber doch beim Publikum beliebt. Gelegenheit, mit der Technik der Fotomontage zu arbeiten, bietet sich nur selten, stattdessen zeichnet Heartfield: Hunderte von Bühnenskizzen und Kostümentwürfen aus der Zeit haben sich im Archiv der Akademie erhalten.
John Heartfield mit dem Theaterplakat zu „Sozialaristokraten“, 1955
John Heartfield mit dem Theaterplakat zu „Sozialaristokraten“, 1955
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RÜCKGABE VON WERKEN AUS DER SOWJETUNION

Rückgabe von Arbeiten aus der Moskauer Heartfield-Ausstellung von 1931, Moskau, 1958
Rückgabe von Arbeiten aus der Moskauer Heartfield-Ausstellung von 1931, Moskau, 1958
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Der Rückweg von seiner Studienreise nach China führt Heartfield 1957 über Moskau. Dort erwartet ihn eine freudige Überraschung: Hunderte von Werken, die er 1931 dort im Rahmen einer Ausstellung präsentiert, lagern im Puschkin-Museum und haben den Krieg unbeschadet überstanden. Mit der Rückgabe seiner Arbeiten besitzt Heartfield wieder zahlreiche Werke, die er im Rahmen von Ausstellungen zeigen kann.
Rückgabe von Arbeiten aus der Moskauer Heartfield-Ausstellung von 1931, Moskau, 1958
Rückgabe von Arbeiten aus der Moskauer Heartfield-Ausstellung von 1931, Moskau, 1958
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BERLIN, FRIEDRICHSTRASSE 129

John Heartfield in seiner Wohnung in der Friedrichstraße, ca. 1958
John Heartfield in seiner Wohnung in der Friedrichstraße, ca. 1958
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Der Umzug von Leipzig nach Berlin ermöglicht es Heartfield, alte Kontakte wieder aufzunehmen. Dem Ehepaar Heartfield wird eine Wohnung unweit der Akademie der Künste in der Friedrichstraße zugewiesen. Im sogenannten Hugenottenviertel schaffen sich die Heartfields eine gemütliche Wohnatmosphäre mit vielen Büchern, Antiquitäten und Kunstgegenständen. Die nächste Seite zeigt einen Blick in Heartfields Wohnzimmer.

Durch einen Klick auf die gelbmarkierten Flächen erfahren Sie mehr über die dargestellten Gegenstände.
John Heartfield in seiner Wohnung in der Friedrichstraße, ca. 1958
John Heartfield in seiner Wohnung in der Friedrichstraße, ca. 1958
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WALDSIEVERSDORF

John Heartfield im Däbersee bei seinem Sommerhaus in Waldsieversdorf
John Heartfield im Däbersee bei seinem Sommerhaus in Waldsieversdorf
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Auf Anregung von Bertolt Brecht sucht sich der gesundheitlich schwer angeschlagene Heartfield ein Refugium in Waldsieversdorf in der Märkischen Schweiz. 1957 pachtet er ein Grundstück am Großen Däbersee und beginnt mit dem Bau eines Sommerhauses. Als Baumaterialen verwendet er Teile einer ehemaligen Sanitätsbaracke des Strausberger Flugplatzes. Viele Details, wie den Ofen und die Gardinenstangen, entwirft Heartfield selbst. Teile seiner Spielzeug- und Keramiksammlung präsentiert er in farbig gestalteten Wandvitrinen. Im Garten baut Heartfield ein kleines Häuschen für seine Enkelkinder. Heute wird das Haus vom Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e.V. betreut und kann während der Sommermonate am Wochenende sowie im Rahmen von Veranstaltungen besichtigt werden.
John Heartfield im Däbersee bei seinem Sommerhaus in Waldsieversdorf
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HEARTFIELDS ADRESSBUCH

Heartfields Addressbuch
Heartfields Addressbuch
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Das im Archiv der Akademie der Künste überlieferte Adressbuch benutzt John Heartfield seit seiner Rückkehr aus dem Londoner Exil, also zwischen 1950 und seinem Tod 1968. Das Adressbuch beinhaltet Einträge von Tierärzten und Hundepensionen, Fotolaboren und Druckereien, Theatern und Buchhandlungen, Mitgliedern aus der Deutschen Akademie der Künste, Freunden und Kollegen aus West-Berlin und dem Londoner Exil sowie von Mitgliedern des Zentralkomitees (ZK) der SED und der DDR-Regierung. Zu vielen Einträgen finden sich im John-Heartfield-Archiv der Akademie der Künste unveröffentlichte Korrespondenzen und Fotografien, die eine profunde Kommentierung ermöglichen. So zeigt ein Telegramm der im Adressbuch genannten späteren Terroristin Ulrike Meinhof, dass 1961 eine Zusammenarbeit für die Gestaltung einer Titelseite der Hamburger Zeitschrift Konkret geplant war, zu der es aufgrund einer Autopanne nicht kam.
In einer kommentierten Neuausgabe werden Auszüge aus dem Adressbuch um biografische Anmerkungen, Anekdoten und Briefzitate von etwa 120 Adressatinnen und Adressaten ergänzt – von Becher und Brecht über Havemann und Heym bis zu Piscator und Seghers. Über seine Beziehungen zu ihnen entsteht ein detailreiches Bild der Lebens- und Arbeitssituation Heartfields in der DDR.
John Heartfield. Das Berliner Adressbuch 1950–1968
. Im Auftrag der Akademie der Künste herausgegeben von Christine Fischer-Defoy und Michael Krejsa. Berlin 2020
Heartfields Addressbuch
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KUNSTWERKE AUS ASIEN

Teile der Ostasiatikasammlung
Teile der Ostasiatikasammlung
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Heartfields Interesse an asiatischer Kunst erwacht bereits während seines Aufenthalts im Londoner Exil. Die Sammlungen des British Museum und der Kontakt zu Privatsammlern in London mögen ihm Ansporn gewesen sein, mit bescheidenen finanziellen Mitteln eine eigene Sammlung aufzubauen. Die Reise nach China bietet ihm 1957 Gelegenheit, neben Skulpturen und Keramik auch viele farbenprächtige Scherenschnitte und populäre Druckgrafiken zu erwerben.
Teile der Ostasiatikasammlung
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DER ANNABERGER BERGALTAR

Hans Hesse: Der Annaberger Bergaltar, 1522
Hans Hesse: Der Annaberger Bergaltar, 1522
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Eine Reproduktion der Haupttafel des Annaberger Bergaltars hängt zunächst neben Heartfields Schreibtisch, später an zentraler Stelle im Wohnzimmer. Das Gemälde wurde um 1522 als Auftragswerk der Bergleute-Zunft in Annaberg-Buchholz im sächsischen Erzgebirge gemalt. Es handelt es sich um die früheste Darstellung des frühneuzeitlichen Bergbaus. Beachtlich ist neben der bildhaften Schilderung der verschiedenen Arbeitsschritte auch die dargestellte enge Zusammenarbeit von Männern und Frauen. Bereits im englischen Exil hat sich Heartfield intensiv mit Kunstgeschichte beschäftigt. Im Kulturbund hielt er Vorträge über Zweck und Aufgaben von Kunst, unter anderem darüber, was „uns Bauern-Breughel zu sagen hat“.
Hans Hesse: Der Annaberger Bergaltar, 1522
Hans Hesse: Der Annaberger Bergaltar, 1522
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KERAMIK UND KUNSTGEWERBE

Keramikkrüge aus Heartfields Sammlung im Depot der Akademie der Künste
Keramikkrüge aus Heartfields Sammlung im Depot der Akademie der Künste
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Heartfield sammelte mit Hingabe Keramikgefäße und trug über die Jahre eine beachtliche Sammlung zusammen, die sich in der Kunstsammlung der Akademie der Künste erhalten hat. Sein Londoner Vermieter Otto Manasse erinnert sich 1977 an Heartfields Sammelleidenschaft: „Er kaufte seine Kunstgegenstände auf Abzahlung und war bekannt und beliebt bei Antiquitätenhändlern. Manchmal dauerte es zwölf Monate, bis ein Gegenstand ihm gehörte, und er kam dann strahlend mit einem Paket unter seinem Mantel nach Hause. (…) Das konnte ein seltener, alter, persischer Teller sein oder zwei Eier oder ein neugeborenes Kaninchen; in diesem Moment waren ihm alle gleich wichtig.“
Keramikkrüge aus Heartfields Sammlung im Depot der Akademie der Künste
Keramikkrüge aus Heartfields Sammlung im Depot der Akademie der Künste
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HEARTFIELDS BIBLIOTHEK

Heartfields Schreibtisch mit Büchern aus seinem Bibliotheksbestand
Heartfields Schreibtisch mit Büchern aus seinem Bibliotheksbestand
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Heartfields Bibliothek umfasst neben Belegexemplaren selbstgestalteter Bücher auch Werke befreundeter Autoren und Monografien verschiedener Künstler, darunter Honoré Daumier und Gustave Doré. Von seiner Chinareise bringt Heartfield 1957 Bücher über Kalligrafie mit.
Die Nachlassbibliothek von John und Gertrud Heartfield hat sich in der Akademie der Künste erhalten und kann nach Anmeldung im Lesesaal am Pariser Platz eingesehen werden.
Heartfields Schreibtisch mit Büchern aus seinem Bibliotheksbestand
Heartfields Schreibtisch mit Büchern aus seinem Bibliotheksbestand
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HEARTFIELDS AUSSTELLUNGEN

Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
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John Heartfield ist 23 Jahre alt, als er 1914 mit der Gestaltung eines Wandfrieses für die Internationale Werkbundausstellung in Köln beauftragt wird und als Künstler reüssiert. 1920 tritt er als einer der Hauptakteure auf der ersten Dada-Messe in Berlin mit seinen Arbeiten in Erscheinung. Insgesamt beteiligt er sich zu Lebzeiten international an über 30 Ausstellungen, die Hälfte davon sind Einzelausstellungen. Der Großteil entfällt auf die Zeit nach seiner Rückkehr aus dem Exil. Viele der Ausstellungen laufen Heartfields Wunsch entsprechend unter dem Titel „Leider noch aktuell“. Fast immer ist Heartfield an der Gestaltung und am Ausstellungsaufbau beteiligt. Dokumentationsfotos und Filmmaterial vermitteln einen Eindruck der Inszenierungen. Nach seinem Tod 1968 bemüht sich insbesondere Heartfields Witwe Gertrud („Tutti“), sein Werk weiter publik zu machen und organisiert bis zu ihrem Tod 1983 viele der über 40 posthumen Einzelausstellungen. Anlässlich Heartfields 100. Geburtstag initiiert die Akademie der Künste 1991 eine Wanderausstellung, die mehrere Hunderttausend Besucherinnen und Besuchern anzieht. Sie wird zunächst in vier deutschen Museen gezeigt und im Anschluss an sechs weiteren Stationen in Großbritannien und den USA.

Auf der nächsten Seite sehen Sie eine Europakarte auf der Ausstellungsstandorte grafisch markiert sind. Durch einen Klick auf die Städtenamen können Sie mehr über die einzelnen Ausstellungen erfahren. 



Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
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FILM UND FOTO 1929

Ausstellungsplakat
Ausstellungsplakat
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Einen großen Erfolg feiert Heartfield 1929 in Stuttgart mit seiner Beteiligung an der Ausstellung Film und Foto (FIFO) des Deutschen Werkbundes. Hier ist ihm unter dem Titel „Benütze Foto als Waffe!“ ein ganzer Raum gewidmet. Die Wandbeschriftung betont bildthematische Zusammenhänge und stellt den Bezug seiner Werke zur Fotografie heraus. Die Arbeiten sind klassisch in einer Reihe gehängt oder in Tableaus gruppiert, drei Schauvitrinen zeigen die von Heartfield gestalteten fertigen Bücher – nicht nur die einzelnen Umschläge. Ihre Produktion für ein Massenpublikum wird damit bewusst betont.
Ausstellungsplakat
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Berlin 1957

BERLIN 1957

Heartfield-Ausstellung in Berlin 1957
Heartfield-Ausstellung in Berlin 1957
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Heartfield hat einen schwierigen Start als er 1950 nach Deutschland in die neugegründete DDR zurückkehrt. Erst nach einer kulturpolitischen Wende 1957 wird er Mitglied der Deutschen Akademie der Künste und kann im August 1957 eine erste große Retrospektive John Heartfield und die Kunst der Fotomontage in den Räumen der Akademie der Künste am Robert-Koch-Platz ausrichten.
Es werden stark vergrößerte Reproduktionen von Heartfields Arbeiten ausgestellt. Auf erläuternde Wandtexte wird weitgehend verzichtet. Dadurch liegt die Betonung eher auf dem künstlerischen Aspekt als auf den inhaltlichen Aussagen. Doch die politische Ausrichtung ist eindeutig: Die ursprünglich in der AIZ gedruckte Montage China, der Riese, erwacht – wehe dem Eindringling! ist stark vergrößert und wird auf einer roten Wand präsentiert. Im Gegensatz zu den Ausstellungen vor 1945 treten die ursprünglichen Funktionen der Werke als Plakate, Buchumschläge oder Zeitschriftentitel in den Hintergrund. Einzig das Wahlplakat 5 Finger hat die Hand wird wieder in serieller Reihung präsentiert. Der Retrospektive folgen zahlreiche weitere Ausstellungen in und außerhalb der DDR.
Heartfield-Ausstellung in Berlin 1957
Heartfield-Ausstellung in Berlin 1957
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WEST- BERLIN 1966

Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
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1966 richtet Heartfield seine erste Ausstellung in der Bundesrepublik aus. Die Ausstellung Der Punkt aufs i wird im gerade fertiggestellten Europa-Center am Breitscheidplatz in (West)-Berlin gezeigt. Heartfield passt die Präsentation seiner Arbeiten den klassischen weißen Räumen an. Die Abzüge seiner Montagen sind meist auf ein einheitliches, nahezu quadratisches Maß gebracht. Die erklärenden Schriftzüge entfallen. Die Arbeiten werden fast ausschließlich in einer Reihe präsentiert. Die schlichten Vitrinen sind so flach, dass keine Bücher, sondern nur die Umschläge gezeigt werden können. Die Funktion der Werke tritt dadurch in den Hintergrund.
Heartfield-Ausstellung in West-Berlin 1966
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PARIS 1935

Ausstellungsplakat, 1935
Ausstellungsplakat, 1935
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1935/36 folgt Heartfield der Einladung von Henri Barbusse, Louis Aragon und Romain Rolland, Mitglieder des Revolutionären Künstler- und Schriftstellerbunds, für einige Monate das Prager Exil zu verlassen und nach Paris zu reisen. Organisiert wird die Reise von Heartfields Frau Barbara, die sich bereits im Exil in Frankreich befindet. In einer Ausstellung im Maison de la Culture, dem Sitz der KPD in Paris, zeigt Heartfield 150 Fotomontagen und zahlreiche von ihm gestaltete Buchumschläge. Er lädt Adolf Hoffmeister, Antonín Pelc und Bedřich Fritta, befreundete Künstler aus dem Prager Exil ein, sich ebenfalls mit Werken zu beteiligen.
Ausstellungsplakat, 1935
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MOSKAU 1931

Heartfield-Ausstellung in Moskau 1931
Heartfield-Ausstellung in Moskau 1931
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1931 wird John Heartfield in die Sowjetunion eingeladen. In den Räumen der Künstlerbrigade in Moskau erhält Heartfield Gelegenheit, seine erste umfangreiche Einzelausstellung auszurichten. Er präsentiert den Großteil der etwa 300 Exponate gerahmt an der Wand, Buchumschläge werden in Vitrinen inszeniert. Die politischen Plakate sind an prominenter Stelle in serieller Anordnung direkt auf der Wand angeordnet. In umfangreichen Texten erläutert Heartfield dem russischen Publikum seine Werke und den politischen Kontext. Sowohl von der Presse als auch von den Besuchern wird die Ausstellung sehr positiv aufgenommen. Während seines Aufenthaltes in Moskau besucht Heartfield einen Großbetrieb und unterrichtet Arbeiter in der Technik der Fotomontage. Außerdem hält er Vorträge, arbeitet an der Gestaltung von Zeitschriften und bereist das Land. Die AIZ berichtet über Heartfields Ausstellung und seine Aktivitäten.
Heartfield-Ausstellung in Moskau 1931
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MOSKAU 1958

Heartfield-Ausstellung in Moskau 1958
Heartfield-Ausstellung in Moskau 1958
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Die Verabredung, erneut eine Ausstellung Heartfields in Moskau auszurichten, wird 1957 auf der Rückreise der dreimonatigen Studienfahrt nach China getroffen. Hier hat Heartfield Gelegenheit, sich mit Vertretern des Moskauer Künstlerverbandes zu treffen.

Im Juli 1958 reist Heartfield einige Wochen vor der Eröffnung erneut nach Moskau. Dort erhält er verloren geglaubte Werke zurück, die er dort 1931 in einer Ausstellung präsentiert hatte. Die Werke nutzte Sergej Tretjakow als Grundlage für dessen 1936 erschienene Heartfield-Monografie. Eingelagert im Puschkin-Museum überdauerten seine Arbeiten, darunter auch viele Bücher, den Krieg in Moskau. Die zurückgegeben Werke werden in die neue Ausstellung John Heartfield Fotomontagen integriert, in der nun über 400 Werke gezeigt werden können. Presse und Publikum reagieren mit großer Resonanz auf die Schau im zentralen Pavillon des Gorki-Parks.
Heartfield-Ausstellung in Moskau 1958
Heartfield-Ausstellung in Moskau 1958
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Peking 1958

Das Ausstellungsgebäude in Peking
Das Ausstellungsgebäude in Peking
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Im Anschluss an die Ausstellung in Moskau 1958 wird die Werkschau auf Grundlage des chinesisch-deutschen Kulturabkommens in China gezeigt. Ausnahmsweise verzichtet Heartfield darauf, den Aufbau seiner Ausstellungen zu begleiten, er fährt nicht nach China. Doch auch ohne seine Mitarbeit werden die Ausstellungen in Peking und Tianjin (Tientsin) ein Erfolg. Sie sind jeweils für 20 Tage geöffnet und werden von zehntausenden Besuchern gesehen. Die Zeitungen bebildern ihre ausführlichen Berichte mit vielen Montagen Heartfields.
Das Ausstellungsgebäude in Peking
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Manes 1934/36/37

AUSSTELLUNGEN IM MÁNES KUNSTVEREIN

John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
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Der Verein bildender Künstler Mánes in Prag wurde 1887 gegründet und ist nach dem Maler Josef Mánes benannt. Untergebracht ist der Kunstverein in einem funktionalistischen Brückenbau, der zwischen 1928 und 1930 am Moldauufer von Otakar Novotný errichtet wurde. Nach seiner Flucht nach Prag im Jahr 1933 wird Heartfield dreimal zu einer Beteiligung an den Ausstellungen des Kunstvereins eingeladen. Jedes Mal kommt es wegen seiner regimekritischen Werke zu einer politischen Einmischung Deutschlands, die stets dazu führt, dass unter vehementen Protesten einige Werke Heartfields entfernt werden müssen:

Heartfield reüssiert während einer Karikaturenausstellung im Kunstverein Mánes vom 6. April bis zum 3. Juli 1934, wo er unter insgesamt 1.000 Werken tschechoslowakischer Künstler und einiger Exilkünstler 36 seiner Fotomontagen zeigt. Nach dem Protest der deutschen Gesandtschaft und starkem außenpolitischen Druck auf die Tschechoslowakei durch Deutschland wird vom Prager Innenministerium eine polizeiliche Revision der Ausstellung durchgeführt. Sieben Werke werden abgehängt. Neben vielen anderen reagiert auch Heartfield selbst auf den „Fall Mánes“ und verarbeitet das Geschehen in der Gestaltung der Titelseite für die AIZ (Nr. 19, 1934): Zur Intervention des Dritten Reichs gegen die Internationale Karikaturen-Ausstellung im Kunstverein Mánes in Prag. Je mehr Bilder sie weghängen, umso sichtbarer wird die Wirklichkeit! Die Auseinandersetzungen um das Entfernen der Bilder führen zu einem enormen Publikumsansturm mit über 3.000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag.
Im März 1936 eröffnet der Kunstverein eine internationale Fotoausstellung, in der Heartfield 20 Fotomontagen in einem eigenen Raum zeigt. Erneut kommt es zu Protesten der Deutschen Gesandtschaft. Sofort wir das Entfernen von zwei Montagen erwirkt. Ein Foto, das Heartfield neben der in der Reihung hinterlassenen Lücke abbildet, erscheint 1936 in der AIZ.
Im Oktober 1937 nimmt Heartfield erneut an der Jubiläumsausstellung „Mánes Heute“ anlässlich des 50-Jährigen Vereinsbestehens teil. Wieder interveniert die Deutsche Gesandtschaft. Rechtskonservative Zeitschriften in Deutschland kritisieren die Arbeiten Heartfields als beleidigend und deutschfeindlich. Auf Druck der Reichsregierung unter Hitler werden abermals vier Montagen entfernt. Die Nazizeitschrift Das schwarze Korps vom 4. November 1937 veröffentlicht die Montagen mit einem schmähenden Begleittext, wodurch sie allerdings deutschlandweit verbreitet werden – das Heft erfährt zur Freude Heartfields eine gesteigerte Nachfrage. Schließlich sehen sich die Nationalsozialisten gezwungen, die Zeitschrift zu verbieten, um die weitere Bekanntmachung der Montagen zu verhindern.





 
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
John Heartfield vor seinen Werken im Mánes Kunstverein
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LONDON 1968

Ausstellungskatalog
Ausstellungskatalog
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Um seine Ausstellung im ICA (Institute of Contemporary Art) vorzubereiten reist John Heartfield achtzehn Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland erstmals wieder nach London. Er trifft viele alte Freundinnen und Freunde, darunter die Künstlerin Milein Cosman, zu der er einen besonders herzlichen Kontakt pflegt. Die aus der DDR exportierte Ausstellung ist zu Zeiten des Kalten Krieges und während des Prager Frühlings sehr umstritten und wird von der konservativen Presse als Affront aufgefasst. Eine Eröffnung soll verhindert werden und wird in den Medien lebhaft diskutiert. Unter anderem liefern sich Heartfields ehemaliger Vermieter Fred Uhlmann und Milein Cosman einen Schlagabtausch für/wider die öffentliche Präsentation der Heartfield-Werke. Schließlich eröffnet die Schau. Bedingung ist, dass das Katalogcover angepasst wird, sodass dort kein Hinweis auf die DDR erscheint.
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DER NACHLASS IM ARCHIV DER AKADEMIE DER KÜNSTE

Heartfields Arbeiten im Depot der Kunstsammlung der Akademie der Künste
Heartfields Arbeiten im Depot der Kunstsammlung der Akademie der Künste
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John Heartfield vermacht seinen künstlerischen Nachlass als testamentarische Schenkung der Akademie der Künste. Bis zu ihrem Tod 1983 wird er von Gertrud Heartfield betreut und verwaltet, die bemüht ist, durch Ankäufe Bestandslücken zu schließen und Heartfields Werk im Rahmen von Ausstellungen europaweit zu zeigen. Heartfields Nachlassbibliothek befindet sich heute in der Bibliothek der Akademie der Künste. Korrespondenz und Personenfotos werden später an das Archiv Bildende Kunst übergeben. Der bildkünstlerische Nachlass mit über 6.000 Werken und das Wohnungsinventar aus der Friedrichstraße verbleiben in der Kunstsammlung der Akademie der Künste. Im Studiensaal können sich interessierte Besucher und Besucherinnen die Werke im Original vorlegen lassen. Durch eine finanzielle Zuwendung im Rahmen des Stiftungsbündnisses KUNST AUF LAGER konnte die Lagerung der Kunstwerke und der Nachlassbibliothek im Rahmen eines Erschließungs- und Konservierungsprojekts 2018/19 optimiert werden.
Heartfields Arbeiten im Depot der Kunstsammlung der Akademie der Künste
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HEARTFIELD ONLINE

Startseite von HEARTFIELD ONLINE
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Im Rahmen eines Forschung- und Erschließungsprojekts erfolgte zwischen 2017 und 2019 eine Bestandsrevision. Sämtliche Werke wurden digitalisiert und die Verzeichnung überarbeitet. Dank der Genehmigung der Erbengemeinschaft und einer Zuwendung der Ernst von Siemens Kunststiftung können nun alle Werke unentgeltlich in einem Online-Katalog unter www.adk.de/heartfield angesehen und vergleichend einander gegenübergestellt werden. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen sowie Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt finden in Heartfields Werk Anknüpfungs- und Referenzpunkte. Seit dem letzten Jahr bietet die Online-Präsentation die Möglichkeit, den gesamten grafischen Nachlass von über 6.000 Objekten digital einzusehen. Der Online-Katalog bietet Gelegenheit, Heartfields Werk intuitiv und assoziativ zu entdecken oder gezielt nach Objekten und Werkgruppen zu suchen. Die Genese von Werkmotiven kann nachvollzogen und Alternativentwürfe können vergleichend gegenübergestellt werden. Zoom- und Leuchtkastenfunktionen erlauben, Heartfields Œuvre in seiner Vielfalt zu erfahren und detailliert zu studieren.
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JOHN HEARTFIELD. FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT

Eingang der Ausstellung "John Heartfield. Fotografie plus Dynamit" in der Akademie der Künste
Eingang der Ausstellung "John Heartfield. Fotografie plus Dynamit" in der Akademie der Künste
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John Heartfields politische Fotomontagen waren die Initialzündung für ein bis heute wirkungsmächtiges bildrhetorisches Verfahren. Mit aufklärerischen Strategien versucht Heartfield ein breites Publikum gegen Faschismus und Krieg zu mobilisieren. Wie es der Freund und Kunstkritiker Adolf Behne 1931 treffend formuliert, wirkten sie als „Photographie plus Dynamit“. Heute sind Nationalismus und rechtes Gedankengut wieder eine reale Bedrohung. Das macht Heartfields Montagen gegen Krieg und Faschismus umso bedeutsamer. Die Ausstellung FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT wirft Schlaglichter auf seinen Arbeitsprozess und die vielen Facetten seiner Kunst, von der Buchgestaltung über die Bühnenausstattung bis hin zu Fotografie und Trickfilm. Sie veranschaulicht Heartfields Methode, schlagkräftige Bildmotive in ganz unterschiedlichen Kontexten einzusetzen, und macht seinen Produktionsprozess sichtbar – das Vorlagenmaterial, die geklebten und retuschierten Originalmontagen, fotografische Zwischenschritte und die Montierung von Text und Bild sowie die vielfach gedruckten Endprodukte.
Im umfangreichen Veranstaltungsprogramm wird die einstige und aktuelle Bedeutung Heartfields mit Filmen und Performances, in Vorträgen, Lesungen und Workshops thematisiert.

Bedingt durch die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus hat sich die Akademie entschlossen, die für den 21.3. 2020 geplante Ausstellungseröffnung sowie das Veranstaltungsprogramm zu verschieben.  Über die neuen Termine informieren Sie sich bitte auf www.adk.de/heartfield. 2021/2022 reist die Ausstellung in das Museum de Fundatie in Zwolle (NL) und an die Royal Academy in London.
Eingang der Ausstellung "John Heartfield. Fotografie plus Dynamit" in der Akademie der Künste
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DER AUSTELLUNGSKATALOG

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Zur Ausstellung JOHN HEARTFIELD. FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT erscheint ein umfangreicher Katalog im Hirmer Verlag mit Beiträgen u.a. von Maria Gough, Prem Krishnamurthy, Jindřich Toman und Andrés Mario Zervigón sowie Statements von Richard Deacon, Tacita Dean, Mark Lammert, Marcel Odenbach und Jeff Wall.

John Heartfield. Fotografie plus Dynamit
Angela Lammert, Rosa von der Schulenburg und Anna Schultz im Auftrag der Akademie der Künste, Berlin (Hg.), Akademie der Künste, Berlin / Hirmer Verlag 2020

312 Seiten, 250 Abbildungen
ISBN: 978-3-7774-3442-1 (deutsche Ausgabe)
ISBN: 978-3-7774-3433-8 (englische Ausgabe)
Buchhandelspreis: EUR 39,90  


ACHTUNG: ANGEBOT!
Sie können den Katalog über den Buchladen der Akademie der Künste, Berlin, zum Ausstellungspreis von EUR 29,90 € zuzüglich 5,40 € Versandkosten (innerhalb DE) bestellen. Das Angebot gilt vorläufig bis 21. Juni 2020. Wenden Sie sich mit Ihrer Bestellung unter Angabe der gewünschten Sprachausgabe bitte direkt an buchladen@adk.de. Ihre Bestellungen werden zeitnah bearbeitet. Wir bitten um Verständnis für mögliche Verzögerungen. Weitere Informationen unter: www.adk.de/de/akademie/publikationen/

Außerdem erhältlich:
John Heartfield. Das Berliner Adressbuch 1950-1968
Christine Fischer-Defoy und Michael Krejsa im Auftrag der Akademie der Künste, Berlin (Hg.), Akademie der Künste, Berlin / Quintus-Verlag 2020

ca. 200 Seiten, ca. 130 Abbildungen
ISBN 978-3-947215-75-1
€ 18
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KUNSTWELTEN zu JOHN HEARTFIELD. FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT

Besuch im Depot der Akademie der Künste
Besuch im Depot der Akademie der Künste
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In der Ausstellung JOHN HEARTFIELD. FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT laden Künstlerinnen und Künstler der Jungen Akademie Kinder und Jugendliche ein, sich in Film-, Collage- und Medienwerkstätten der Arbeit und dem Leben John Heartfields zu nähern. Der auf der nächsten Seite folgende Film entstand im Rahmen des Vermittlungsprogramms KUNSTWELTEN der Akademie der Künste.

Heartfields Dinge
Film der Klasse 5 a der Hermann-Boddin-Grundschule, Berlin-Neukölln. Leitung: Constanze Witt, Claus Larsen. Beratung: Gesine Bey John Heartfield sammelte viele Dinge, die sich heute im Archiv der Akademie der Künste befinden: silberne Löffel, eiserne Töpfe, Deckel, Teller aus Porzellan, Gläser, Pfannen, Kellen, einen Mond aus Holz, Steine, Masken, Vögel, Drachen und vieles mehr. Eine Werkstatt im November 2019 bringt den Kindern Collagenwerke des Künstlers und auch seine Sammlung nahe. Entstanden ist ein Animationsfilm mit Fantasie und Fotomontage.

Weiter zum Film Heartfields Dinge
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DIE ERSTE INTERNATIONALE DADA-MESSE

Erste Internationale Dada-Messe, 1920
Erste Internationale Dada-Messe, 1920
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Im Juni 1920 initiieren John Heartfield, George Grosz und Raoul Hausmann in Berlin die Erste Internationale Dada-Messe. Die den gesamten Raum einschließende Inszenierung soll die Besucherinnen und Besucher verstören und verblüffen. In ihrer Zusammenstellung aus provokativen Schrift- und Bildsegmenten spiegeln die Kunstwerke das Wirrwarr der Weimarer Zeit. Das Foto entstand auf der Eröffnungsfeier in den Räumen am Lützowufer 13. Zu sehen sind unter anderem stehend Raoul Hausmann (ganz links) sowie George Grosz (mit Hut) und John Heartfield. Auf der Bank sitzen links Hannah Höch und rechts Otto Schmalhausen.
Erste Internationale Dada-Messe, 1920
Erste Internationale Dada-Messe, 1920
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CHILDHOOD AND YOUTH

Hellmuth Herzfeld at Wiesbaden, 1906
Hellmuth Herzfeld at Wiesbaden, 1906
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Hellmuth Franz Josef Stolzenberg was born on 19 June 1891 in Schmargendorf near Berlin to Alice Stolzenberg and Franz Herzfeld. After his parents married, his name was changed to Hellmuth Herzfeld until he changed it to John Heartfield in 1916. He grew up under difficult circumstances. His childhood is marked by flight and loss: In 1895, his father is accused of blasphemy. The family is forced to flee Germany for Switzerland and further to Austria the following year. At the age of eight, Heartfield loses his parents – the socialist poet Franz Held (officially, Franz Herzfeld) and his wife Alice Herzfeld who disappear in circumstances yet unsolved, leaving behind Hellmuth and his younger siblings, Wieland, Hertha and Charlotte in an alpine hut in the vicinity of Aigen, near Salzburg.
The children are raised by foster parents. Heartfield completes an apprenticeship in his uncle’s bookstore before deciding to focus on an artistic career.
Hellmuth Herzfeld at Wiesbaden, 1906
Hellmuth Herzfeld at Wiesbaden, 1906
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CUTTING OUT AND PASTING TOGETHER

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Heartfield evades military service during the First World War by feigning a nervous disease. In 1914, he meets George Grosz in Berlin – an encounter that fundamentally changes his career: He destroys his previous paintings and collaborates with Grosz. The friends combine cut-out words and snippets of pictures with Grosz’ original drawings; discovering photomontage as a radical avant-garde form of expression through his collaborations with Grosz. They soon devote themselves to political issues, Heartfield adopting the English pseudonym by which he is now known. They address the struggle against rearmament, war and exploitation as well as the gradual rationalisation of work, which they perceive as a threat. To reach a wide audience, Heartfield and his brother Wieland Herzfelde take over as publishers of Neue Jugend (New Youth). The newspapers offers innovative content and typography, disseminating the groups’ critical texts and artistic ideas.
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DADA IS GREAT, AND JOHN HEARTFIELD IS ITS PROPHET

George Grosz and John Heartfield at the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
George Grosz and John Heartfield at the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
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In April 1920 Heartfield collaborates with George Grosz and Raoul Haussmann to publish the pamphlet Dada 3 in April 1920. Two months later, “the Marshall” George Grosz, “Monteur Dada” Heartfield and “Dadasoph” Raoul Haussmann instigate the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair). The exhibition takes place in the gallery spaces of “Finance Dada” Otto Burchard in Berlin and brings together German avant-garde artists including Hannah Höch, Max Ernst and Otto Dix; Heartfield presents a selection of collages and a sculpture. The show is conceived as a rejection of bourgeois culture and established forms of art and, as a Dadaist Gesamtkunstwerk (a composite artwork), a collage that extends beyond the walls into the room itself and that intends to confuse and unsettle the audience. It provokes harsh criticism across the contemporary political spectrum; from the conservative daily Deutsche Tageszeitung to the KPD (Communist Party of Germany) affiliated Rote Fahne, which its organisers take as the ultimate accolade.

Throughout the 1920s, Heartfield additionally works as an outfitter for theatre productions by Max Reinhardt and Erwin Piscator. In this capacity, he creates stage sets extending into the auditorium, amazes audiences with projections and designs costumes and advertising material – including posters, programmes and flyers.
George Grosz and John Heartfield at the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
George Grosz and John Heartfield at the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
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POLITICS AS A MOTOR OF ART

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Heartfield joins the KPD – the Communist Party of Germany – on the very day of its inauguration and received his membership booklet personally from Rosa Luxemburg. Starting that day, he consequently uses his art for political aims: He designs election posters for the KPD and title pages for the KPD-affiliated newspaper Die Rote Fahne (The Red Flag) and the satirical magazine Der Knüppel (The Club); responding quickly and directly to the political events of the day.

In March 1926, a referendum is held on the proposed expropriation of dynastic properties of the former ruling houses of the German Empire. 12.523,939 eligible voters registered their votes in the official lists, a number far exceeding the minimum participation. Heartfield, certain the nobility will be punished, metaphorically depicted them being shot with Easter eggs. The referendum, however, fails: Its opponents argue that any law giving effect to the expropriation would effectively change the constitution, therefore, requiring a two-thirds majority.

The following pages shows a collage of posters that Heartfield produced for the KPD between 1927 and 1932. Click on the individual posters to learn more about them.
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THE MALIK-VERLAG

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For Malik-Verlag, a publishing house founded in 1917 by his brother Wieland Herzfelde, Heartfield designs book covers and advertising products that quickly attract the attention of readers. Collectors are particularly interested in the editions of original prints, especially the Grosz portfolios, and special editions of the publications. Aimed at a collectors’ market, these limited “luxury editions” serve to finance large editions of books by left-wing authors, which are offered at a moderate price with the intention of reaching a mass audience. Among the best-selling authors in the publisher’s programme are Upton Sinclair, Ilya Ehrenburg and Maxim Gorki. In 1924, timed to mark the tenth anniversary of the outbreak of the First World War, Heartfield creates a special window display for the Malik-Verlag: He presents the photomontage Fathers and Sons and provocatively places the artwork, between announcements, illegal leaflets and food ration cards. When long queues of onlookers form outside the shop, the police intervene and dissolve the crowd "in consideration for the road traffic".
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DUST JACKETS FOR MALIK-VERAG PUBLICATIONS

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Heartfield develops a cleverly orchestrated graphic concept for the Malik book covers: press photos, which he obtains from various agencies, are placed in relation to each other on the front and back of the book covers, thus inviting comparisons. In the combination of images and typography, he refers to the books’ content and creates critical works that are graphically convincing and stand out in the displays of bookstores. The books of the American bestselling author Upton Sinclair soon reach print runs of over 150,000 in Germany, which in turn is advertised on the book jackets. 

Kurt Tucholsky writes in 1932 in Weltbühne magazine: "If I weren't Peter Panter, I'd like to be a Malik book cover. This John Heartfield is really a small world wonder! What amazing things he comes up with! What charming things does he make!"
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CENSORSHIP AS AN INCENTIVE

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The cover of Heinrich Wandt's Erotik und Spionage in der Etappe Gent (Eroticism and Espionage in the Ghent Stage) features a photograph of a decorated Reichswehr soldier whose hand rests on a woman's thigh. The cover triggers a series of processes and must eventually be overprinted. Heartfield takes an offensive approach to the forced intervention: particularly striking overprints indicate censorship measurements and make the forced intervention visually recognizable. The writer Emil Ludwig also sees himself and his family in a bad light on the cover of Das Geld schreibt (Money writes), immediately files a complaint iand wins. However, Heartfield knows how to take advantage of this supposed defeat: He punches out the faces of the family and did not even stop at the dog. By deliberately drawing attention the censoring, he questions the effectiveness of censorship laws. Reinforcing the effect, he thus tempts the buyers to consider who or what was originally behind the cut-outs and pasted over areas.  

On the next page you have the opportunity to explore Heartfield’s creative reactions to censorship. Please activate the slider to start the tool and move the bar over the image.
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ANIMATED FILM AND PUPPET THEATRE

John Heartfield with the puppet "Der Konservative Herr" (Conservative Gentleman), 1919
John Heartfield with the puppet "Der Konservative Herr" (Conservative Gentleman), 1919
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Heartfield collaborates with Grosz on several animated film productions: Using stop-motion technique, they animate cut-out figurines. Unfortunately, none of these films have survived. Heartfield also designs hand puppets for theatre productions. Here, he is depicted with the Konservative Herr (Conservative Gentleman), a puppet he and George Grosz had designed for the cabaret Schall und Rauch, which was located in the basement of Max Reinhard’s Großes Schauspielhaus. Its tunnel-like premises had been formerly used as stables for circus animals and were rather unsuitable for the cabaret’s performances. In the words of a reviewer associated with the social democrats, “Gifted ideas fizzled out without so much as a puff; much (…) is lost in space and noise. Gentlemen, with the best of intentions: That wasn’t much good.”
John Heartfield with the puppet "Der Konservative Herr" (Conservative Gentleman), 1919
John Heartfield with the puppet "Der Konservative Herr" (Conservative Gentleman), 1919
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THE ERSTE INTERNATIONALE DADA-MESSE (First International Dada Fair)

Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
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In June 1920, John Heartfield, George Grosz und Raoul Haussmann instigate the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair). As a Dadaist collage, the chaotic Gesamtkunstwerk (composite artwork) extends into the three-dimensional space; intended to confuse and amaze its audiences: This photo was taking during the opening at the gallery rooms at 13 Lützow-Ufer; showing Raoul Hausmann (outer left), George Grosz (with hat) and John Heartfield as well as, on the bench, Hannah Hannah Höch (left) and Otto Schmalhausen (right).
Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair), 1920
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DADA COLLAGE

George Grosz and John Heartfield: Collage for the Dada-Messe (Dada Fair), 1922
George Grosz and John Heartfield: Collage for the Dada-Messe (Dada Fair), 1922
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Heartfield and Grosz jointly designed this collage for the catalogue cover of the Dada-Messe (Dada Fair). They cut out snippets of texts and images taken from German and English-language magazines, combining them with Grosz’ drawings to create an auspicious advertising image that obscures what visitors will actually find at the exhibition.
George Grosz and John Heartfield: Collage for the Dada-Messe (Dada Fair), 1922
George Grosz and John Heartfield: Collage for the Dada-Messe (Dada Fair), 1922
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5 FINGER HAS THE HAND

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Created for the KPD in May 1928, this election posters is among Heatfield’s most successful and memorable works. Here, the photomonteur breaks new ground: In front of a factory, he takes photos of workers’ hands, selecting one of them as the picture’s central motif: The hand’s five fingers symbolically refer to the KPD and its position on the electoral list. It also appears gripping and threatening. The resulting election poster significantly contributes to the KPD’s success: In the Reichstag elections, the party wins an additional half a million votes, overtaking the conservative Deutsche Volkspartei (German People’s Party). It also benefits Heartfield, attracting numerous commissions for the graphic design – all of which he rejects. Well aware of the poster’s impact, he later presents various arrangements and sizes of the motif to great effect at the Große Berliner Kunstausstellung (Great Berlin Art Exhibition) and the famous Film und Foto exhibition of 1929.
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RED UNITY

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The power of combined political strength in the fight against fascism is a topos that Heartfield repeatedly refers to in his works. On the armbands of the flag bearers are the symbols of the KPD (hammer and sickle), and the Iron Front of the SPD (three arrows). The election poster of the KPD, supplemented by the symbol of the anti-fascist action on the third arm, was afterwards also printed in the AIZ and, in a slightly modified version, also in the French magazine L'Humanité. In April 1946 Heartfield adapted the photomontage for a cover page of the British exilés’ magazine Freie Tribüne. By reworking the logos of left-wing associations, he promoted a merger of the KPD and SED.
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MURDER OF OUR BROTHERS IN THE EAST

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This poster references the Canton (today’s Guangzhou) uprising of 1927. The city had been taken in a coup by 20,000 communists – only 2,000 of whom had been armed – who formed the so called “Canton commune”. The uprising was violently suppressed by the Nationalist Kuomintang. More than 10,000 communists were reported killed, and about the same number “missing”. The German leftist papers closely followed the events and reported about it because the KPD functionary Heinz Neumann had been set there by the Comintern trusted with organizing the uprising.
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NO MEN, NOR A PENNY FOR IMPERIALIST ARMAMENT!

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The Battleship A was a showpiece project of the German Navy. Its special design allowed for the avoidance of restrictions which, according to the Versailles Treaty, had to be applied to the production of other large combat ships. In the election campaign of May 1928, the SPD still promoted the slogan "Kinderspeisung statt Panzerkreuzer" (Feeding the children instead of building the war ship), but as a partner of the Grand Coalition formed after the election, the party changed its line and agreed to the construction of the controversial battle ship. In response, the KPD initiated a petition for a referendum in October 1928. Heartfield’s posters and the cover he designed for a special edition of the the Rote Fahne (Red Flag) magazine, issue could not prevent the referendum from failing. Under pressure from the party base, the Reichstag faction of the SPD submitted a motion to stop the construction of the battleship, which was, however, rejected by a majority in parliament.
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PROLETARIAN, STRIKE!

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 This election poster, published in June 1924, demonstrates Heartfield’s abilities as a draughtsman: Using the red star like a shield, a worker crushes his political enemies – here represented by Alfred von Tirpitz (DNVP, i.e. German National People’s Party), president Friedrich Ebert (SPD, i.e. Social Democratic Party of Germany) and the chairman of the NSDAP, Adolf Hitler. In the December 1924 elections however, the KPD suffered substantial losses.

The poster’s bilingual lettering in German and Polish indicates its use in East Prussia, competing for the votes of the region’s Polish-speaking minority.
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FLIGHT TO PRAGUE

Wieland Herzfelde, John Heartfield and Kurt Kersten in Prague 1934
Wieland Herzfelde, John Heartfield and Kurt Kersten in Prague 1934
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On Good Friday 1933, when SS soldiers forcefully entered his apartment, Heartfield saves himself by climbing of railing of his balcony. Crossing the Krkonoše Mountains on foot, he makes his way to Prague where he is met by an extensive network of exiled Germans. Taking up work where he left off in Berlin, Heartfield continues working as a permanent employee of the Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ). He is not only extremely productive "from the first day he arrived" but, under the adverse circumstances imposed by exile, creates some of his most iconic and impressive photomontages for the journal. He also designs book covers for Malik publishing house, which his brother continues running in exile in Prague. While his remaining family emigrates elsewhere, a turtle keeps Heartfield company. He takes it everywhere in an attempt to prevent it from suffering from melancholy.
Wieland Herzfelde, John Heartfield and Kurt Kersten in Prague 1934
Wieland Herzfelde, John Heartfield and Kurt Kersten in Prague 1934
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ARBEITER-ILLUSTRIERTE-ZEITUNG

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Publisher Willi Münzenberg launches the Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) in 1921 to support the activities of the Workers International Relief organisation. Its first issue appears on 30 November 1924. Originally published every other week, the AIZ moves to a weekly publication after circulation reached 200,000 copies in 1926. In addition to news features and illustrated reports on national and international politics and social issues, the AIZ also regularly publishes extracts of novels, poems and comic strips. As a modern illustrated newspaper, it achieves a wide distribution beyond its original working class audiences and finds its way into middle-class households. Heartfield begins work for the AIZ in February 1930, thereupon producing some of his most iconic photomontages. Circulation had risen to over half a million when Hitler seized power on January 30, 1933. Production recommenced in exile in Prague from March 1933, and Heartfield resumes his work straight away after fleeing Germany. In addition to its regular print run, the AIZ now produces small scale "smuggling editions" with the aim of exporting them across the border into the German Reich. In 1936, the Arbeiter-Illustrierte-Zeitung changes its name to Volks-Illustrierte (VI), continuing publication on a smaller scale until its demise in 1939.  

The following page presents a selection of Heartfield's most famous photomontages. Please click on the image to zoom in.
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THE MÁNES CASE

John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
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In spring 1934, Heartfield participates in a caricature exhibition organised by the Mánes Art Association in Prague, contributing some of his works for the AIZ. At the insistence of Hitler’s government, the organisers remove seven photomontages Heartfield had produced for the AIZ from the exhibition. In response to this blatant act of censorship, Heartfield produces the photomontage Je mehr Bilder sie weghängen, umso sichtbarer wird die Wirklichkeit (The more pictures they remove, the more visible reality becomes).

To find further information on the Mánes exhibition, go to "Exhibitions".

To view the removed works, click on a blank spaces in the following picture. Clicking on the works in the exhibition, will provide a detailed view and additional information.
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
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DEPARTURE TO LONDON

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Following the German occupation of Sudetenland in October 1938 and only months before German troops invaded Prague in March 1939, Heartfield leaves Czechoslovakia by plane for London in December 1938. In Prague, he had been embedded in a network of German emigrants that enabled him to continue his artistic work and to publish some of the most impressive front pages for the AIZ. In England, by contrast, Heartfield struggled to resume his career: Initially interned as enemy alien, the self-confessed communist attracts the attention of MI5, coming under surveillance after the German-Soviet Non-Aggression Pact of 23 August 1939. In poor health and exhausted by the experience of persecution and flight, he writes the Refugee Song to the music of Ernst H. Meyer – a melancholy choral piece about the fate of German refugees in England, who are not met with unconditional sympathy. Only in 1943 does Heartfield receive permission to work as a freelance cartoonist, eventually finding permanent employment with Lindsay Drummond publishing house for whom he designs numerous books. Although British magazines accept some of his photomontages for publication, Heartfield cannot follow up on earlier successes nor does he succeed in establishing himself as an independent artist.

Please click on the sound-icon on the following page allow and listen to the refugee song.
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FREE GERMAN LEAGUE OF CULTURE

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In London, Heartfield is actively involved in the activities of the Free German League of Culture (FGLC), a club of exiled German artists. The association was founded in the house of the painter Fred Uhlmann and his British wife Diana, where Heartfield lived for the first five years after his escape. As part of the club’s programme, Heartfield gives art historical lectures, stages plays, works as a stage designer and also appears as an actor himself. In 1941 he meets his later wife Gertrud ("Tutti") at the FGLS. The couple move to a small apartment in the London borough of Highgate, which they share with several cats. Heartfield keeps rabbits in the garden. He is enthusiastic about British caricatures from Hogarth to Gillray and, with very modest funds, begins building up a small collection.
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HURRAH, THE BUTTER IS FINISHED

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“Iron has always strengthened the people, butter and lard has only ever fattened them.” Heartfield's cynical photomontage parodies Goering's militaristic rhetoric and in particular a speech in Hamburg in 1935, in which the Reichstag president encouraged Germans to make sacrifices for the sake of the country's rearmament – including food shortages. This is one of Heartfield's most famous photomontages for the AIZ: during the German League of Culture's revue 4+20 Black Sheep, Heartfield even staged the work as a tableau vivant (living picture); recreating the artwork with astonishing attention to detail – even including the ridiculous swastika wallpaper.
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ALLIES INSIDE GERMANY

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In 1942, Heartfield is one of the curators of the exhibition Allies Inside Germany. Opening in London, the exhibition travels across England and aims to inform the British public about German resistance movements. The goal is to foster sympathy for the plight of German refugees and to showcase a different Germany that – once liberated – would rise above facist jingoism and revert to the cultured nation it had once been. To finance the exhibition and reach out to audiences who may not have been able to visit in person, its organiser Heinz Worner produces small facsimile panels, which he sells to left-wing organisations and trade unions.
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DACHAU. EINE CHRONIK

Walter Hornung

ACROSS BARRIERS

Elizabeth F. Howard

WEISSBUCH ÜBER DIE ERSCHIESSUNGEN DES 30. JUNI

DEUTSCHLAND VOM FEINDE BESETZT

Heinz Lohmar

HITLER TREIBT ZUM KRIEG

Albert Schreiner

ONE MAN AGAINST EUROPE

Konrad Heiden

UNTERDRÜCKTES AUS DEM WELTKRIEG

Kurt Eisner

THE BLOODIEST POGROM

Fritz Seidler

WHAT HITLER DID TO US

Eva Lips

SCHUTZHÄFTLING 880

Karl Billinger

DIE TRAGÖDIE DEUTSCHLANDS

HITLER THE PAWN

Rudolf Olden

BRAUNBUCH ÜBER REICHSTAGSBRAND UND HITLERTERROR

HITLER REARMS

Dorothy Woodman

ALKIBIADES

Vincent Brun

HELP US TO BEAT THE NAZIS

Heinrich Fraenkel

SWASTIKA NIGHT

Katherine Burdekin

FELDZUG GEGEN MOSKAU?

Ernst Henry

MEN CRUCIFIED

Bruno Heilig

NAZI NUGGETS!

Clare Leiser

I WAS A GERMAN

Ernst Toller

SÖLDNER UND SOLDAT

Bodo Uhse

THE HOUSE THAT HITLER BUILT

Stephen H. Roberts

I MARRIED A GERMAN

Madeleine Kent

GERMAN WAR MACHINE

Albert Müller

DIE STÄRKEREN

Franz Carl Weiskopf

KARL LIEBKNECHT

Emile Burns

DIE GROSSE LÜGE

S. Erckner

THE REAL RULERS OF GERMANY

Hans Behrend

I KNEW HITLER

Kurt G. W. Lüdecke

JUSTIZMORD AM CATALINA

Botho Laserstein

ALL QUIET IN GERMANY

Karl Billinger

DURCH ZWEI JAHRTAUSENDE SAARLÄNDISCHER VERKEHRSGESCHICHTE

Hermann J. Becker

THE BERLIN DIARIES

Helmut Klotz

MURDER MADE IN GERMANY

HEINZ LIEPMANN

NAZI BASTILLE DACHAU

DAS DEUTSCHE VOLK KLAGT AN

Maximilian Scheer

CHASE ACROSS EUROPE

Roger G. Helburne

FOUR WEEKS IN THE HANDS OF HITLER'S HELL-HOUNDS

Hans Beimler

HITLER: A BIOGRAPHY

Konrad Heiden

GERMANYS ECONOMIC POSITION

J. Kuczynski

LAND OF PROMISE

Leo Lenia

FRIEDE AUF ERDEN?

Otto Dibelius

I WAS HITLER'S PRISONER

Stefan Lorant

SICHERUNG DURCH MILITÄRISCHE GEWALT?

Hans Wehburg

NAZI GERMANY CAN'T WIN

William Necker

BASILIUS KNOX

Anna Maria Jaklova

VANSITTART GIFT FOT GOEBBELS

Heinrich Fraenkel

OUR STREET

Jan Pettersen

THE SPIRIT AND STRUCTURE OF GERMAN FACISM

Robert A. Brady

DIE NEUE ZEIT

Kurt Eisner

MIGHT IS RIGHT

Friedrich Roetter

DIE WAHREN HERREN DEUTSCHLANDS

Hans Behrend

THE YELLOW SPOT

Herbert Dunelm

LIEDER, GEDICHTE, CHÖRE

Bertolt Brecht; Hanns Eisler

Wolfgang von Goethe

*1749 - †1832

Gotthelf Ephrain Lessing

*1729 - †1781

Ludwig van Beethoven

*1770 - †1827

Alexander von Humboldt

*1769 - †1859

Wilhelm von Humboldt

*1767 - †1835

Karl Marx

*1818 - †1883

Albert Einstein

*1879 - †1955

Alfred Meusel

*1896 - †1960

Karl Polanyi

*1886 - †1964

Richard Willstätter

*1872 - †1942

Fritz Haber

*1868 - †1934

Lion Feuchtwanger

*1884 - †1958

Thomas Mann

*1875 - †1955

Heinrich Mann

*1871 - †1950

Egon Erwin Kisch

*1885 - †1948

Ludwig Renn

*1889 - †1979

Ernst Toller

*1893 - †1939

Wolfgang Langhoff

*1901 - †1966

Albert Bassermann

*1867 - †1952

Fritz Busch

*1890 - †1951

Erwin Schrödinger

*1887 - †1961

Paul Hindemith

*1895 - †1963

Bruno Walter

*1876 - †1962

Oskar Kokoschka

*1886 - †1980

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INSTRUMENT IN GOD'S HAND? TOY IN THYSSEN'S HAND!

original photomontage and AIZ page, 10.8.1933
original photomontage and AIZ page, 10.8.1933
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In several of his works, Heartfield addresses the industrial magnates’ financial support of the Nationalsocialist regime – including that of Fritz Thyssen. Thyssen, owner of a fortune of 125 million marks and director of the steel-producing cooperation, had called for President Hindenburg to appoint Hitler as chancellor and was instrumental in the NSDAP seizing control of government – the so-called “Machtergreifung” – on January 28, 1933. Here, Heartfield portrays Thyssen as the puppet master manipulating Hitler; the two figures’ relative sizes metaphorically reflecting the notorious arms financier’s influence and his power in German politics.
original photomontage and AIZ page, 10.8.1933
original photomontage and AIZ page, 10.8.1933
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GERMAN NATURAL HISTORY - METAMORPHOSIS

original photomontage and AIZ page, 16.8.1934
original photomontage and AIZ page, 16.8.1934
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Transformed into a caterpillar, Friedrich Ebert climbs up the withered branch of an oak tree, from which hangs Paul von Hindenburg as a wrapped up pupa looking out from its cocoon. Heartfield, here, symbolically places the late Weimar Republic politicians in “straight succession” leading up to Hitler as a death’s head moth; alluding to both their roles in enabling Hitler’s rise to power and his amalgamation of the posts of chancellor and president.
original photomontage and AIZ page, 16.8.1934
original photomontage and AIZ page, 16.8.1934
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WHETHER BLACK OR WHITE – IN STRUGGLE UNITED

original photomontage and AIZ page,1931 (No. 26)
original photomontage and AIZ page,1931 (No. 26)
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“We only know one enemy – the exploiting class!” Heartfield created this photomontage during his stay in the Soviet Union. It was published in July 1931 as part of a special issue of the AIZ on “the black race’s life”. The untrimmed original photomontage illuminates Heartfield’s process of assembling disparate elements into one picture. The photographs Heartfield used for this image were produced for this purpose on the premises of Meshrabpom film in Moscow.
original photomontage and AIZ page,1931 (No. 26)
original photomontage and AIZ page,1931 (No. 26)
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THROUGH LIGHT TO NIGHT

original photomontage and AIZ page, 10.5.1933
original photomontage and AIZ page, 10.5.1933
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The publication of Heartfield’s photomontage on the title page of the AIZ coincided with the Nazi book burnings on Berlin’s Opernplatz (today’s Bebelplatz) on 10 May 1933. Heartfield, here, relocates the bonfire to the front of the Reichstag and metaphorically places its instigator, Joseph Goebbels, at its fore. Among the burning books, works by the ostracised authors including Thomas Mann, Karl Marx, Erich Remarque and Egon Erwin Kisch can be identified. Heartfield slightly adapts the motif in later years, as a comparison between the surviving original photomontage and the 1933 AIZ title page illustrates: Before its republication in his brother Wieland Herzfelde’s Heartfield biography in 1962, Johannes R. Becher’s Ein Mensch unserer Zeit, for which Heartfield had designed the cover, replaces Kisch’s book – an homage to Becher (who had been a member of the KPD’ central committee and from 1954 to 1958 served as minister of culture) likely intended to simultaneously highlight Heartfield’s own contribution to anti-fascist resistance in Germany.
original photomontage and AIZ page, 10.5.1933
original photomontage and AIZ page, 10.5.1933
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O CHRISTMAS TREE IN GERMAN SOIL, HOW BENT ARE THY BRANCHES!

original photomontage and AIZ page, 27.12.1934
original photomontage and AIZ page, 27.12.1934
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In addition to photomontage, Heartfield occasionally employed other techniques – including staging and combining objects to create expressive still lives. For the AIZ’s 1934 Christmas issue, for example, he crafted a Christmas tree almost devoid of needles and with branches reminiscent of a swastika, placed it on a suitable tree stand and photographed it. The inverted print of the original staging survives in the Heartfield archive of the Akademie der Künste.
original photomontage and AIZ page, 27.12.1934
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THE MEANING OF GENEVA. WHERE CAPITAL LIVES, PEACE CANNOT LIVE!

original photomontage and AIZ page, 27.11.1932
original photomontage and AIZ page, 27.11.1932
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Heartfield, here, positions the impaled dove of peace in front of the headquarters of the League of Nations; adding “In Geneva, the League of Nation’s city, machine guns were fired at workers demonstrating against fascism.” Heartfield repeatedly returns to the motif during the post-war years, obscuring the building in the background to transform his probably most famous photomontage under the title “Never again!” into a timeless pacifist statement and an iconic image illustrating generations of history textbooks.
original photomontage and AIZ page, 27.11.1932
original photomontage and AIZ page, 27.11.1932
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MIMICRY

original photomontage and AIZ page, 19.4.1934
original photomontage and AIZ page, 19.4.1934
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“When all attempts failed to spread National-socialist ideas among the working class failed, Goebbels had one last desperate idea: he persuaded the ‘Führer’ to wear a Karl-Marx-style beard when addressing. In this photomontage, Heartfield emphasises the physical limitations of Goebbel’s short stature, having him climb a throne-like armchair to hold the beard to Hitler’s face. Hitler, meanwhile, holds onto a Labour Day medal issued by the National-socialists – a perfidious attempt to curry favour with left-wing voters.
original photomontage and AIZ page, 19.4.1934
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AS IN THE MIDDLE AGES … SO IN THE THIRD REICH

original photomontage and AIZ page, 31.5.1934
original photomontage and AIZ page, 31.5.1934
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In exile in Prague, Heartfield lives in the same district as actor Erwin Geschonneck, whom he convinces to pose for the photo used on this photomontage. In his memoirs, Geschonneck recalls posing on the roof of a house, his naked body draped across a cross-shaped wooden frame. Heartfield manually modifies the photograph later to transform the cross into a swastika and juxtaposes an image of the martyred St. George originally from the medieval windows design from St. George’s Collegiate Church in Tübingen. In image and text, Heartfield thus suggests a line from the saint’s torturers to the national socialists in whose politics their cruelty is revived.
original photomontage and AIZ page, 31.5.1934
original photomontage and AIZ page, 31.5.1934
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WITH HIS EMPTY PHRASES, HE WANTS TO GAS THE WORLD

original photomontage and AIZ page, 1.6.1933
original photomontage and AIZ page, 1.6.1933
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This photomontage depicts Hitler badly disguised as an advocate of peace. The palm branch in his hand barely hides his raised sabre. His angel’s wings are merely glued on. He has gagged the dove of peace and put a leash on it – the same leach to which he has tied a small cannon; suggesting he is the master of both.
original photomontage and AIZ page, 1.6.1933
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MIRROR, MIRROR ON THE WALL, WHO IS THE STRONGEST OF THEM ALL?

original photomontage and AIZ page, 24.8.1933
original photomontage and AIZ page, 24.8.1933
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“The crisis,” the mirror responds to Hitler who – like the wicked stepmother of the Grimm brothers’ fairy tale Snow White – complacently gazes at himself in the magic mirror. There, a skeleton embraces the the Reichskanzler, choking him – a metaphorical warning, perhaps, of a less fortunate future anticipated by Heartfield. On the back of the original photomontage, next to a Czech customs stamp, a black imprint reads “made in France”, likely identifying it as one of the works presented at the Heartfield exhibition at the Maison de la Culture in Paris in 1935. It was probably intended to facilitate the photomontage’s re-export.
original photomontage and AIZ page, 24.8.1933
original photomontage and AIZ page, 24.8.1933
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THUS HUGENBERG THE MOUNTING BECAME HUGENBERG THE DWARF

original photomontage and AIZ page, 6.7.1933
original photomontage and AIZ page, 6.7.1933
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As Germany’s leading media proprietor, the industrialist Alfred Hugenberg possesses great economic power. Also the chairman of the German National People’s Party (DNVP), he is appointed Reich Minister of Economics, Agriculture and Food in 1933. Only a few months later, he is forced to resign and the DNVP dissolved. Heartfield depicts these developments – “Hugenberg’s Schwanengesang (Swan Song)” – with malicious glee: “On a hundred comfy chairs yesterday, I sit in nettles today, I will be killed tomorrow, German loyalty doesn’t last,” declares Heartfield in the image’s caption.  
original photomontage and AIZ page, 6.7.1933
original photomontage and AIZ page, 6.7.1933
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NEW PROFESSORIAL CHAIR AT GERMAN UNIVERSITIES – THE PROFOUND VIEW OF THE PEOPLE

original photomontage and AIZ page, 31.8.1933
original photomontage and AIZ page, 31.8.1933
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“One professor Vitlawopsky of Heidelberg University noted that corns may be able to predict the future, albeit only Germanic ones.” “Law for the Restoration of the Professional Civil Service” of 7 April 1933 effectively ousted Jews from the civil service; condemning them to deportation into concentration camps. In this photomontage, Heartfield alluded to the fact that the colleagues who replaced them were often less qualified but of national-socialist leanings. He trenchantly observes the absurdity of “Germanic” researchers who divine the future using their corns to peer through telescopes.
original photomontage and AIZ page, 31.8.1933
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THE REICHSBISCHOF REALIGNS CHRISTIANITY

original photomontage and AIZ page, 18.1.1934
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"Hey, you over there, move the crucifix a bot more to the right!" The commando is given by the Reichsbischof (Reich bishop) – popularly known as “ReiBi” – Dr. Ludwig Müller, a protestant chaplain whom Hitler appointed regional bishop of the Prussian Union and, later, Reichsbishof of the German Evangelical Church. Here, Heartfield comments on Müller’s calls for the complete nazification of the church and his efforts to adjust the church in accordance with national-socialist ideology and power structures.
original photomontage and AIZ page, 18.1.1934
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DO YOU WANT TO FALL AGAIN, JUST SO THAT SHARES RISE?

montage material and AIZ page, 28.8.1932
montage material and AIZ page, 28.8.1932
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The original photomontage for this page of the AIZ has not been handed down as part of Heartfield's estate but the cut-outs used in its production have survived – possibly because Heartfield had planned on reusing the motif in other works.
montage material and AIZ page, 28.8.1932
montage material and AIZ page, 28.8.1932
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ON THE OCCASION OF THE CRISIS PARTY CONFERENCE OF THE SPD

montage photo and AIZ page, 5.6.1931
montage photo and AIZ page, 5.6.1931
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In Heartfield’s photomontage the head of the SPD (Social Democratic Party of Germany) politician morphs into a hissing tiger’s face in an almost surrealist fashion. Heartfield alike other like-minded comrades consider the SPD “social fascists”. Divisive ideological and physical battles are fought between German socialists and communists. By the time left-wing parties agree to join forces and share resources in the fight against fascism, the NSDAP has already taking the lead.
montage photo and AIZ page, 5.6.1931
montage photo and AIZ page, 5.6.1931
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THE JUDGE – THE JUDGED

montage photo and AIZ page, 16.11.1933
montage photo and AIZ page, 16.11.1933
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Juxtaposing Georgi Dimitroff, one of the accused in the Reichstag arsonist trial, and the state’s witness Hermann Göring, Heartfield highlights Dimitroff's courage: Boldly questioning the Prussian minister president, Dimitroff had transformed from the one being judged into the judge himself, resulting in his unexpected acquittal. Heartfield later reuses the photomontage for the title page of Braunbuch II. Dimitroff contra Göring. Revelations about the Real Arsonists, which is published in Paris in 1934.
montage photo and AIZ page, 16.11.1933
montage photo and AIZ page, 16.11.1933
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FORCED SUPPLIER OF HUMAN MATERIAL

original photomontage and AIZ page, 1930 (No. 10)
original photomontage and AIZ page, 1930 (No. 10)
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"Take courage! The state needs unemployed men and soldiers!” Heartfield provocatively juxtaposes a women – reduced, here, to a birthing machine – and the corpse of a fallen child soldier; producing a photomontage that Sergei Tretyakov describes as “the most dialectic and economic of all”. In the Heartfield biography that Wieland Herzfelde wrote in close collaboration with his brother and published in 1962, the original caption is replaced by a line from Brecht's poem An meine Landsleute (To My Compatriots, 1950): “Ihr Mütter, lasset Eure Kinder leben …” (Mothers, let your children live …)
original photomontage and AIZ page, 1930 (No. 10)
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THE JUDGEMENT OF THE WORLD: WHAT THE COURT WITHHELD IS WRITTEN IN HIS FACE

montage photo and AIZ page, 28.12.1933
montage photo and AIZ page, 28.12.1933
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Heartfield here uses a photograph of Hermann Göring that had originally illustrated an article about his role as “Honorary Chairman of all German animal protection associations” published in the hunting magazine Wild und Hund (Game and Dog). Deliberately setting Göring’s glaring image apart from the surrounding flames, Heartfield stages him as the true arsonist behind the Reichstag fire.
montage photo and AIZ page, 28.12.1933
montage photo and AIZ page, 28.12.1933
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HJALMAR OR: THE GROWING DEFICIT

original photomontage and AIZ page, 5.4.1934
original photomontage and AIZ page, 5.4.1934
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In 1934, president of the Reichsbank Hjalmar Schacht is forced to admit Germany had accrued a massive foreign currency deficit; its stock having declined from 396 to 274 million Reichsmarks. Despite repeated assurances of the Reichsmark's security, Germany was practically insolvent and Schacht was already convening with the country's debtors abroad. Heartfield's caricature of Schacht depicts him wearing an upturned collar and blindly balancing the Reichsmark on his magic wand; alluding to Schacht's self-proclaimed nickname – “the magician.” His tricks in support of the arms industry (among others), however, do not serve him in the long run, as Heartfield pointedly illustrates in the photomontage: Any moment, the coin balancing on the tip of his wand is about to fall down.
original photomontage and AIZ page, 5.4.1934
original photomontage and AIZ page, 5.4.1934
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OH, MY HUMANE AUSTRIA!

original photomontage and AIZ page, 29.3.1934
original photomontage and AIZ page, 29.3.1934
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“The larger the caliber, the greater the humanity” the text accompanying the photomontage in the pages of the AIZ explains. Vienna's Reichspost celebrated the use of cannons during the February uprisings in Austria as a particularly humane act “because they accelerated decision-making, limiting the number of victims”.
original photomontage and AIZ page, 29.3.1934
original photomontage and AIZ page, 29.3.1934
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REMOVED WORKS

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Some of Heartfield's most well-known works were among those removed from the Mánes caricature exhibition at the insistence of the national-socialist regime: All but one of them appeared on AIZ title pages.

Top row, from left to right: Der Sinn des Hitlergrußes: Kleiner Mann bittet um große Gaben. Motto: Millionen stehen hinter mir! (The Meaning of the Hitler Salute: Little Man Asks for Big Donations. Motto: Millions Stand Behind Me, 1932); Göring der Henker des Dritten Reichs (Göring. The Executioner of the Third Reich, Design for Braunbuch: On the Reichstagsfire and Hitler terror, 1933); S. M. Adolf : Ich führe Euch herrlichen Pleiten entgegen (His Majesty Adolph. I Lead You Toward Splendid Bankrupcies!, 1932); below, from left to right: Adolf der Übermensch – Schluckt Gold und redet Blech (Adolf, the Superman: Swallows Gold and Spouts Rubbish,1932); Das Mörderkreuz (The Murderer’s Cross, 1933)
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IMPRESSUM

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We would like to extend our special thanks to the Heartfield Community of Heirs, who, through their support, made this project possible.
We would also like to thank the Ernst von Siemens Kunststiftung for their support of the project within the framework of the Förderinitiative Kunst auf Lager.  
All works by John Heartfield are subject to © the Heartfield Community of Heirs, VG Bild-Kunst Bonn, 2020  

Director of the Archive of the Akademie der Künste: Werner Heegewaldt  

Exhibition PHOTOGRAPHY PLUS DYNAMITE
Curators: Angela Lammert
Rosa von der Schulenburg (project management)
Anna Schultz  

KOSMOS HEARTFIELD 
Project management: Anna Schultz
Technical implementation and creative mastermind: Christian Stampfl
Graphic: Heimann + Schwantes (Haig Walta and Michael Heimann)
Cameraman: Uwe Ziegenhagen
Speaker: Erdmut Wizisla
Film editing and direction: Christian Stampfl  
IT- Support: Thorsten Roloff
Scans: Susanne Reinhardt
Cataloguing of the Heartfield works: Meike Herdes
Special thanks to the archive colleagues Alexandra Land, Peter Deeg, Anouk Jeschke and Antje Hanack  
Texts: Anna Schultz and Nadja Bender (finger 4: exhibitions)
Editors: Bernhard Schulz, Nadine Brüggebors, Uta Grundmann
Translation: Katrin Schulz

The texts for the AIZ magazines are based on texts written by students of the Berlin Canisius-College in a project under the direction of Christina Pack and Beatrice Haux.  

The texts regarding Heartfield’s biography are based on work done by Michael Krejsa and Volker Landschof created for HEARTFIELD ONLINE.
For a more comprehensive biography, please turn to www.heartfield.adk.de

Texts on individual works are based catalogue entries and label texts for the exhibition FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT, which is due to open at the AKADEMIE DER KÜNSTE’s venue at Pariser Platz once the immediate threat imposed by the “corona virus” has passed and visits by the public will be deemed save.
The exhibition will travel to the Museum de Fundatie in Zwolle (NL) and the Royal Academy in London.  

All of Heartfield's works kept at the art collection of the Akademie der Künste, Berlin.
Under normal circumstances they can be viewed by appointment in the study room in Luisenstraße.

All photos and text sources are from the Archive of Fine Arts at the Akademie der Künste, Berlin.  

Should you have noticed an error, we kindly ask you to inform us by email to heartfield@adk.de.

Although we have made every effort, it was not possible to determine the authors of all photographs.
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RETURN FROM EXILE

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"Since we have come to love the English people very much and London has become a city particularly dear to us, it is only our sense of duty that commands us to go back," Heartfield writes to his brother Wieland Herzfelde in October 1946. Poor health and the very slow issue of entry permits delay John and Tutti’s return to the newly founded GDR: It is not until August 1950 that the couple and their pet cat arrive in Leipzig. The initial enthusiasm about their return is soon replaced by bitter disillusionment: The technique of photomontage, the core of Heartfield’s work to date, is officially dismissed as "formalistic" and "decadent" and Heartfield only manages to gain a foothold with theatre work. Major commissions, however, fail to materialise. As a late-returning "Western emigrant", Heartfield is also accused of connections to the alleged US agent Noel Field during his exile in London, and he is not permitted to join the party - the SED - "for security reasons". The commitment of a few close friends – including Bertolt Brecht and Stefan Heym – ultimately leads to his rehabilitation and the re-appreciation of his work: Heartfield is allowed to join the party in July 1956 and in October of the same year he is accepted as a member of the Akademie der Künste, moving from Leipzig to East Berlin. Academy membership provides a modest monthly salary and a number of privileges – including a study trip to China lasting several months, which Heartfield undertook in 1957 with his Meisterschüler (master’s apprentices) Werner Stötzer and Harald Metzkes.
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FRIENDSHIP WITH BERTOLT BRECHT

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In Berlin, Heartfield is once again part of a very diverse creative network in which his relationship with Brecht plays a special role: The friendship is based on mutual respect for each other's work and remains a constant in the lives of both artists until Brecht's death in 1956. Heartfield has repeatedly referred to Brecht in his works since the 1920s. In 1936, for example, he used the title motif of the Threepenny Film, which had already been banned in 1933, for the montage Großes Monstre Lügenkabinett (Great Chamber of Monster-Lies): Here, the stories distributed by the morality singer are satirically changed by Heartfield to reflect contemporary news headlines. Brecht, in turn, draws inspiration from Heartfield for his work, as the collaged Journals with mounted text and pictorial elements demonstrate. After Heartfield's return to Germany, Brecht actively supports Heartfield's artistic and political rehabilitation and chooses him to design the collected edition of his works to be published by Aufbau-Verlag. He also expresses his friendly concern about Heartfield's state of health and encourages him to buy a summer house in Waldsieversdorf, near his own home in Buckow.
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THE CHINESE TEA ROOT LION

Wieland Herzfelde and John Heartfield with the chinese tea root lion
Wieland Herzfelde and John Heartfield with the chinese tea root lion
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Together with his brother Wieland, Heartfield poses with a sculpture that he probably brought back from his trip to China in 1957. According to Wieland Herzfelde, it is a "figure made of tea shrub roots, considered a lucky animal in ancient China and valued all the higher the less carving work it has". During tea ceremonies such root sculptures are doused with tea, but due to its size, this lion hardly served this purpose. Heartfield juxtaposes the tea root lion with his own house cat. When Brecht commissions Heartfield to design a book cover for the volume 100 Poems, he includes a photo of the tea root lion. In a short poem Brecht compares the carved animal to his own poetry.

On the following page you can hear this poem in German. Today the tea lion is owned by the descendants of Herzfelde and is shown publicly for the first time in the exhibition FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT.
Wieland Herzfelde and John Heartfield with the chinese tea root lion
Wieland Herzfelde and John Heartfield with the chinese tea root lion
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WORK AT THE BERLIN ENSEMBLE

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After Heartfield’s return to the GDR, Bertolt Brecht is the first to commission Heartfield for his production of Maxim Gorky's The Mother (1951) at the Berliner Ensemble. Draw on his early experience with projections at the Piscator-Bühnen, Heartfield designs the projections and moving image scenes and the larger-than-life background figures as part of for Caspar Neher's stage design.
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THEATRE WORK

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Following his return to the newly founded GDR, Heartfield finds few opportunities to work with photomontage. Theatre work is his most important source of income. He works primarily for the Berliner Ensemble, the Deutsches Theater and the Kammerspiele, for whom he designs stage sets, costumes, posters and programmes for numerous productions. Commissioned by the Deutsche Theater, Heartfield designs the emblematic DT signet, which remains present in Berlin's urban landscape. The plays Heartfield is involved in are less unconventional than his pre-war theatre designs. However, commercially they prove more successful with Berlin audiences than any of his avant-garde productions from the 1920s. As Heartfield is offered fewer opportunities to draw on his signature photomontage technique, he turns to drawing – hundreds of sketches for stage designs and costumes from this period survive in the archives of the Akademie der Künste.
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RETURN OF WORKS FROM THE SOVIET UNION

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Returning from a study trip to China, Heartfield passes through Moscow in 1957. In 1931, he had exhibited some 300 works here. – Safely stowed away at the Pushkin Museum, hundreds of artworks, photomontages as well as books for which he designed the dust jackets, had survived the war unscathed. Their restitution proved a pleasant surprise; once again equipping Heartfield with a broad collection of works to chose from for future exhibitions.
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BERLIN, FRIEDRICHSTRASSE 129

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Leaving Leipzig for Berlin in 1956, Heartfield reestablishes contact with old friends and colleagues in the capital. The Heartfields are assigned an apartment in Friedrichstraße, close to the headquarters of the Akademie der Künste. in the so-called Huguenots' Quarter. Here, the couple make themselves comfortable: Numerous art works and artefacts bear witness to eventful lives. The flat is filled with antiques and a cozy feel to it. The next page offers a view into Heartfield's living room; to learn more about any of the items depicted, pls., click on the areas highlighted in yellow.
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WALDSIEVERSDORF

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Suffering from severe health problems, Heartfield follows the suggestion of Bertolt Brecht and seeks to find a country retreat. In 1957 he leases a plot of land at the Großer Däbersee (Märkische Schweiz, Brandenburg) and begins building a summer house by the lakeside. As building materials he uses parts of a former army barracks of the Strausberg airfield. Heartfield designs many details himself, such as the stove or the curtain rods. He presents parts of his toy and ceramics collection in colourful wall display cases. In the garden Heartfield builds a playhouse for his grandchildren. Today the house is looked after by the Freundeskreis John Heartfield-Waldsieversdorf e. V. and can be visited during the summer months at weekends and during events.
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HEARTFIELD'S ADDRESS BOOK

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Commissioned by the Akademie der Künste and edited by Christine Fischer-Defoy and Michael Krejsa John Heartfield’s address book, which he used since his return to Germany in 1950 until his death in 1968 has survived at the Akademie der Künste’s archive. The address book entries range from veterinarians and dog kennels, photo labs and printers, theatres and bookshops, Academy members, friends and colleagues from West Berlin and London, to the Central Committee (ZK) of the SED and the GDR government. The Akademie’s John Heartfield Archive contains previously unpublished correspondence and photographs that allow for in-depth commentary. For example, a telegram from Ulrike Meinhof, who is represented in the address book and was later to become a terrorist, illustrates how in 1961 a collaboration was planned for the design of the front page of the Hamburg magazine Konkret. In the telegram, Meinhof informs Heartfield of a car breakdown and cancels the collaboration.  

In an annotated new edition, excerpts from the address book are supplemented with biographical notes, anecdotes, and letters relating to about 120 addressees - from Becher and Brecht to Havemann, Heym, Piscator and Seghers. The result is a detailed picture of Heartfield's living and working situation in the GDR.
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ART AND ARTEFACTS FROM ASIA

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Heartfield developed an interest in Asian art during exile in London. Inspired, perhaps, by the Asian collections on display at the British Museum and exchanges with private collectors in North London, he starts assembling a collection of his own – a challenge considering the very limited funds at his disposal. In 1957, a study trip to China offers a unique opportunity to add to his collections. Heartfield acquires works ranging from ceramics and sculpture to colourful paper cuttings and popular prints.
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HEARTFIELD'S LIBRARY

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In addition to courtesy copies of books he had designed, Heartfield's library also contains numerous works of his author-friends, catalogues raisonnés of various artists – including Honoré Daumier and Gustave Doré – and several books on calligraphy that Heartfield had acquired during his study trip to China in 1957. The library is part of the John and Gertrud Heartfield estate held by the Akademie der Künste and can be accessed by appointment in the reading rooms at Pariser Platz, Berlin.
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CERAMICS AND DECORATIVE ARTS

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Heartfield is a dedicated collector of ceramic vessels. Over the years he amasses a considerable collection that survives in the archives of the Akademie der Künste. Recalling Heartfield's passion for collecting, his London landlord Otto Manasse later recalled that “He paid for the art objects in instalments and was well known and popular among antique dealers. It occasionally took twelve months before an item actually belonged to him, and then he would come home beaming, with parcel under his coat. (…) It may have been a rare old Persian plate or two eggs or a baby rabbit; for that moment all of them were equally important to him.”
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THE ANNABERG ALTARPIECE

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A reproduction of the central penal of the so-called Annaberg mountain altarpiece initially decorates the wall above Heartfield's desk; later taking a central place in the couple's living room. Painted by Hans Hesse as a commission for the miners' guild of Annaberg-Buchholz in the Saxon ranges of the Erzgebirge (Ore Mountains), the altar's panels provide the first known illustration of early modern mining industries in Europe. Illustrating the different stages of ore processing, the central panel notably portraits a society in which men and women work alongside each other. Heartfield's interest in art history is already evident during exile in London, where he devotes himself to subject; giving lectures on art and its social functions – including on the art of “Peasant Bruegel” (i.e. Pieter Bruegel the Elder) and its presumed meaning.
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HEARTFIELD'S EXHIBITIONS

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At the age of 23, Heartfield is commissioned to design a wall frieze for the 1914 Werkbund exhibition in Cologne – an early recognition of his talent. In 1920 he is a key player at the Erste Internationale Dada-Messe (First International Dada Fair) in Berlin. Throughout his life, Heartfield exhibits work at more than thirty exhibitions; more than half of which are solo exhibitions. The vast majority of these are organised after his return from exile; many of them subtitled "Leider noch aktuell" – "Unfortunately, still relevant". Heartfield takes a close interest in his exhibitions; routinely involving himself in their design and installation. Surviving photos and film material offer insights into Heartfield’s exhibition designs.

Following his death in 1968, Heartfield’s widow Gertrud ("Tutti") continues to promote his work, organising many posthumous solo exhibitions. On the occasion of the centenary of Heartfield’s birth in 1991, the Akademie der Künste launches a retrospective of his works that is presented at four German museums before continuing to the UK and the US; attracting several hundred thousand visitors.

This page is followed by a map of Europe. By clicking on the individual place names you can find out more about Heartfield’s exhibitions.
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FILM UND FOTO ("FIFO") 1929

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Heartfield’s participation in the international Werkbund exhibition Film und Foto ("FIFO") in Stuttgart in 1929 marks one of his great early successes: The exhibition dedicates an entire room to his work. Entitled "Benütze Foto als Waffe!" (Use Photo as a Weapon), the room is structured by thematic headings applied to the walls to highlight visual relations between the exhibits – notably between the photomontages and the photographs serving as their source material. The works are arranged alongside each other or grouped. Three showcases display Heartfield’s book designs. Presenting books rather than their dust jackets, they showcase his innovative, photographic cover designs while simultaneously highlighting the books’ serial production and mass distribution.
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PARIS 1935

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In 1935-36, Heartfield visits Paris at the invitation of Henri Barbusse, Louis Aragon and Romain Rolland, and spends several months in the city. His wife Barbara who had sought exile in France organises his journey. Heartfield meets Walter Benjamin – with whom he "had a really nice conversation about photography", according to Benjamin’s recollections.Tristan Tsara also becomes a friend. 150 photomontages and numerous book covers he had designed are presented in an exhibition at the Maison de la Culture, the KPD's headquarters in Paris. Heartfield invites Adolf Hoffmeister, Antonin Pelc and Bedrich Fritta – all artist-friends and fellow exiles in Prag – to participate.
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BEIJING 1958

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Bilateral cultural conventions between China and the GDR facilitate the onward journey of Heartfield's works to China, following their successful exhibition in Moscow in 1958. Heartfield does not accompany his work on this occasion. The exhibition is nevertheless successful: Opening for twenty days only in Beijing and Tientsin respectively, it nevertheless attracts tens of thousands of visitors while Chinese newspaper publish comprehensive and richly illustrated reviews.  
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LONDON 1968

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Eighteen years after his return from exile, Heartfield returns to London for an exhibition of his works at the ICA (Institute of Contemporary Art); reconnecting with old friends – including the artist Milein Cosman, with whom he maintains particularly close relations. Against the backdrop of the Cold War and the Prague Spring, the exhibition proves highly controversial, inspiring lively discussions in the media: The conservative press, in particular, considers the showcasing of works imported from the GDR an affront, hoping to prevent its opening. Even old friends and acquaintances object, Heartfield's former landlord Fred Uhlmann and Milein Cosman engaging in a heated debate about the pro and cons of showcasing Heartfield's work to the public. In the end, the exhibition is opened on the condition that all references to the GDR are omitted from the catalogue.
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BERLIN 1957

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After his return to Germany in 1950, Heartfield has a difficult start in the newly founded GDR: Only following the cultural-political turnaround of 1957, is he appointed a member of the Deutsche Akademie der Künste. A comprehensive exhibition of his works followes in August 1957, when the retrospective John Heartfield und die Kunst der Fotomontage (John Heartfield and the Art of Photomontage) openes at the Akademie der Künste’s exhibition spaces at Robert-Koch Platz in Berlin.The exhibition presents greatly enlarged reproductions of Heartfield's work and largely dispenses with explanatory texts to highlight their visual impact. The show's political positionings are, nevertheless, clearly signposted – red accents highlight for example a newly printed variant of a work originally published in the AIZ, the photomontage China, der Riese, erwacht – wehe dem Eindringling! (China, the Giant, Awakes – Woe betide the invader!), which is enlarged and presented against a red backdrop. In stark contrast to pre-1945 exhibitions, the show thus downplays the images' original purposes as book covers, title pages of magazines and newspapers, and as posters – with one notable exception: The KPD election poster 5 Finger hat die Hand (5 Fingers Has the Hand) is once again arranged in serial order. The retrospective is only the first of numerous exhibitions in and outside the GDR throughout the second half of the 20th century.  
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DER PUNKT AUFS I, BERLIN 1966

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The first exhibition of Heartfield's works in the Federal Republic of Germany is held in 1966. Entitled Der Punkt aufs i (The Dot on the I) showcases recent works at the Europa-Center shopping complex at Breitscheidplatz in (West) Berlin. Heartfield seems to have adapted the presentation of his works to the minimalist exhibition space: The reproductions of his photomontages have been adjusted to a uniform, almost square format, in the process eliminating titles, captions and other texts that would have provided context. With few exceptions, the works are presented in neat rows and the the simple showcases are too shallow for books, only permitting the display of book jackets.
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Prague

John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
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Founded in 1887, the Mánes Art Association takes its name from the painter Josef Mánes, operating out of a functionalist building designed by architect Otakar Novotný, which spans a branch of the river Vlata. Following his escape to Prague in 1933, Heartfield participates in three exhibitions held by the art association but, every single time, his critical works provoke political interference by Germany and each time some of his works are removed under vehement public protest. Between 6 April and 3 July 1934, Heartfield successfully participates in an international caricature exhibition organised by the Mánes Art Association, showcasing his photomontages alongside almost 1.000 works by Czech artists and fellow exilés. Following protests by the German embassy and intense political pressure, the interior ministry in Prague orders an inspection of the exhibition by Czech police. As a result, seven of Heartfield's works are removed. He promptly responds, protesting the "Mánes case" on the title page of the AIZ (No. 19, 1934): Framing a photomontage of the removed works, its caption reads "Zur Intervention des Dritten Reichs gegen die Internationale Karikaturen-Ausstellung im Kunstverein Mánes in Prag. Je mehr Bilder sie weghängen, umso sichtbarer wird die Wirklichkeit!" – "On the occasion of the intervention of the Third Reich against the international caricature exhibition at the Mánes Art Association in Prague. The more pictures they remove, the more visible reality becomes!" The controversy about the removal of his works attracts wide attention, resulting in a rush on the exhibition – up to 3,000 visitors a day at its peak. In March 1936, the Mánes Art Association launches an international photo exhibition and, once again, Heartfield is invited, showing twenty photomontages in a room of their own. And, again, the German embassy protests. Immediately, the removal of two photomontages is ordered. Heartfield, again responds through the AIZ, which publishes a photograph that shows him standing besides the gap left by the removed works. In October 1937, Heartfields participates in a third Mánes exhibition, which marks the 50th anniversary of the art association's foundation. The jubilee exhibition "Mánes Today", again, attracts the ire of the German embassy: The right-wing conservative press in Germany criticises Heartfield's works as offensive and anti-Germany; the political pressure of the Hitler regimes, once again, resulting in the removal of four photomontages. In its 4 November 1937 issue the SS affiliated magazine Das schwarze Korps (The Black Corps) publishes a defamatory commentary, illustrating it with photographs of the removed photomontages – a grave mistake: To Heartfield's delight, the issue is in high demand, ensuring the wide dissemination of his works and their dissident messages across Germany. The magazine is eventually banned to contain their distribution.
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
John Heartfield in front of his works of art at the Mánes Art Association
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MOSCOW 1931

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In 1931, Heartfield receives an invitation to the Soviet Union, where his first comprehensive solo exhibition is held at the exhibition space Brigada Chudoshnikow (Artists’ Brigade). The majority of the approximately 300 works is framed and mounted on the wall. Heartfield’s book covers are displayed in showcases and his political poster designs are arranged serially and glued directly onto the walls. Extensive label texts inform Heartfield's Russian audiences about the works and their political contexts. Critics and visitors respond positively to the exhibition. Heartfield also travels the country, using the opportunity to visit industrial production sites. He also gives lectures and instructs workers how to work in photomontage. Throughout his sojourns in the Soviet Union, the AIZ reports on his activities – including his exhibition.
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MOSCOW 1958

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Heartfield passes through Moscow on the way home from a three months study trip to China in 1957. He is invited to hold a second exhibition in the Soviet capital and takes advantage of the stop-over, meeting with representatives of Moscow' artists' association.In July 1958 he returns to Moscow for the opening and spends several weeks there. Many of the works Heartfielf had exhibited in 1931 had since been used by Sergej Tretjakov in preparation for his Heartfield monograph, which was published in 1936. Unknown to Heartfield, they were then stored at Moscow's Pushkin Museum where they survived the war in various boxes. When these were artworks many books for which he designed the dustjackets are returned to Heartfield, he quickly incorporates into the current exhibition John Heartfield. Photomontages. More than 400 works are thus showcased at the central pavilion of Gorki park – to great critical and public acclaim.
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HEARTFIELD’S BEQUEST AT THE AKADEMIE DER KÜNSTE

Heartfield's works of art at the art collection of the Akademie der Künste
Heartfield's works of art at the art collection of the Akademie der Künste
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John Heartfield bequeathed his artistic estate to the Academy of Arts. Until her death in 1983, it was looked after and administered by Gertrud Heartfield, who endeavoured to close gaps in the collection by means of acquisitions and promoted Heartfield's work by organizing exhibitions throughout Europe. Heartfield's library is now housed at the library of the Akademie der Künste. Correspondence and personal photographs were handed over to the Archive of Fine Arts. Over 6,000 works of art as well as the inventory of the couple’s apartment at Berlin Friedrichstraße remain in the art collection of the Akademie der Künste. Visitors can study the original works upon appointment in the art collection’s study room. Thanks to a financial contribution from the KUNST AUF LAGER foundation alliance, the storage of the artworks and the estate library was optimised as part of a 2018/19 cataloguing and conservation project. Furthermore, all artworks were digitized in an effort to present them in the form of a comprehensive online catalogue.
Heartfield's works of art at the art collection of the Akademie der Künste
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HEARTFIELD ONLINE

Heartfield Online
Heartfield Online
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Between 2017 and 2019, Heartfield’s artistic bequest was revisited as part of a large scale research and development project. All works were digitised and re-catalogued. Standardized data structured were employed. Thanks to the approval of the Heartfield Community of Heirs and a generous grant from the Ernst von Siemens Kunststiftung, all works are now available through HEARTFIELD ONLINE, a free web-based resource which can be accessed on www.adk.de/heartfield.
Scientists from various disciplines as well as artists and Heartfield enthusiasts from all over the world find points of reference in Heartfield's work. Since last year, the online presentation has offered the opportunity to digitally view and research the entire graphic legacy with over 6,000 objects. The online catalogue offers the opportunity to discover Heartfield's work intuitively and associatively or to search specifically for specific objects or groups of works. The genesis of motifs can be traced and alternative designs can be compared. Zoom and light box functions allow you to experience Heartfield's entire oeuvre in its diversity and study works in great detail.
Heartfield Online
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EXHIBITION: PHOTOGRAPHY PLUS DYNAMITE

Exhibition at the Akademie der Künste
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John Heartfield's political photomontages were the initial spark for an artistic method which remains effective until today. His work aimed to mobilize a broad public for a fight against Fascism Heartfield used “art as a weapon” and employed enlightened and equally effective visual strategies. As his friend, the art critic Adolf Behne aptly put it in 1931, Heartfield’s works have the effect of "photography plus dynamite". Today nationalism and right-wing ideas are again a real threat. This makes his montages against war and fascism all the more significant. The exhibition PHOTOGRAPHY PLUS DYNAMITE highlights Heartfield's working process and the many facets of his art - from book design and theatre works to photography and animated film. It illustrates Heartfield's method of using powerful images in a wide variety of contexts and makes his production processes visible - from the source materials to the glued and retouched original montages, including photographic intermediate steps and addition of text components into the image in order to create the final product, which is then printed in high editions with the aim of reaching a large audience.
Exhibition at the Akademie der Künste
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EXHIBITION CATALOGUE

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On the occasion of the exhibition JOHN HEARTFIELD. FOTOGRAFIE PLUS DYNAMIT a comprehensive catalogue is published by Hirmer Verlag with contributions by Maria Gough, Prem Krishnamurthy, Jindřich Toman and Andrés Mario Zervigón, among others, as well as statements by Richard Deacon, Tacita Dean, Mark Lammert, Marcel Odenbach and Jeff Wall.

John Heartfield. Photography plus Dynamite
Angela Lammert, Rosa von der Schulenburg and Anna Schultz on behalf of the Akademie der Künste, Berlin (Eds.), Akademie der Künste, Berlin / Hirmer Verlag 2020

312 pages, 250 illustrations
ISBN: 978-3-7774-3442-1 (German edition)
ISBN: 978-3-7774-3433-8 (English edition)
Regular price: EUR 39.90

ATTENTION - OFFER!

You can order the catalogue from the bookstore of the Akademie der Künste, Berlin, at the exhibition price of EUR 29.90 € plus 5.40 € shipping costs (within Germany). The offer is temporarily valid until June 21, 2020. Please contact buchladen@adk.de directly with your order, indicating the desired language version. Your orders will be processed promptly. We ask for your understanding for possible del